Montag, 8. Dezember 2008

A tray full of goodies (without calories!) | Kalorienfreie Sinnenfreude

Hurray, the envelope from Beate arrived! She had organized the International Ornament Swap, what a lovely idea. It was like Christmas to open the white envelope and find so many different designs for our Advent decorations! My little son Ben, who loves decorating our house, assisted me in checking and admiring the precious pieces. Thanks to all of you who contributed. As it was the first swap I joined in I didn't attach any label: mine is the holly leaf, that's the symbol for Garinish Island here in Glengarriff, which is also called Illnacullin (in Irish), the island of the holly. 100 years ago it was overgrown with hollies and with gorse, now it is the most gorgeous botanical paradise you can imagine. 70.000 tourists from all over the world come to that marvellous place. My holly leaf is felted onto my old favourite blanket (100% organic merino wool), my aupair boy wanted to do me a favour and washed it quite hot... so now it started a new life as Christmas decoration!

Ich hatte vor gut drei Wochen gefilzte Dekostückchen für einen Tausch hergestellt, 15 Stück - fast Fließbandarbeit! Heute kamen 10 Teile zu mir, welch ein Gefühl, wie Weihnachten :-))) Eines schöner als das andere. Und sie kommen aus ganz unterschiedlichen Ländern. Beate aus Düsseldorf hat das Ganze organisiert, vielen herzlichen Dank, besonders weil das trotz Renovierung und Erkältung so gut hingehauen hat!!! Hoffentlich nächstes Jahr wieder. Mein Beitrag bestand aus 15 gefilzten Ilexblättern, weil dieser immergrüne Baum mit seinen giftroten Beeren ein Weihnachssymbol ist, weil das auch Stechpalme genannte Gewächs eine heilige Pflanze der Kelten war und weil hier in Glengarriff die Insel Garinish oder Illnacullin liegt, dieser irische Name bedeutet "Die Insel der Stechpalme". Sie war einst ein mit Ilex und Stechginster überwucherter Felsen im beschaulichen Hafen von Glengarriff, wurde 1919 vom Millionärs-Ehepaar Bryce gekauft und anschließend in ein botanisches Paradies verzaubert. Jährlich kommen circa 70.000 Touristen, um die exotische, neuseeländisch geprägte Flora zu bestaunen. Auch Filme wurden dort schon gedreht, unter anderem eine Pilcher-Schnulze vom ZDF.

Sonntag, 7. Dezember 2008

One of those days

Unser Ben ist eeendlich mal bei einem Freund (er geht kaum noch alleine weg, soll häufiger vorkommen bei Neunjährigen) und ruft fast viertelstündlich an, wann ich ihn abholen soll/kann/darf. Was soll man dazwischen schon machen...

Our son Ben went to see his friend Jamie, finally, at the moment he hardly ever goes to somebody else's place (it's supposed to be quite common with nine-year-old boys...) He is constantly ringing, telling that he might like to stay a little bit longer. What should I do until then...?

Jäten wäre dringend nötig, ja, das macht man hier auch im Dezember, vor allem an so einem milden Tag wie heute (8 Grad). Die kleinen Bodendecker-Röschen blühen noch, möglicherweise gibt es schon Froschlaich, denn der Heron (Fischreiher) machte gestern Zwischenstation am Teich.


I could weed (yes there is enough to weed in December in Ireland) or I could walk the dog. For the first time this season I saw the very familiar heron checking our pond, maybe he already found frogspawn (usually at the beginning of January)...


Zum Hundespaziergang bin ich definitiv zu faul, Tommy hat heute bereits einige Kilometer vor dem Auto hinter sich (er liebt diese Autorennen).


Perlen haben Ben und ich gestern zu Geschenken verarbeitet, nun warten wir auf Nachschub aus Deutschland.

Ben and me created some jewelry out of beads yesterday, we are waiting for new stock from Germany.


Im Näheck ist es mir zu kalt, ungeheizte 12 Grad oder so. Obwohl auch noch ein paar textile Geschenke ausstehen.

I still need a few textile gifts but its way too cold upstairs where my sowing corner is but no heating.

So hole ich Holz rein, schmeiße den Bollerofen an und blogge weiter (erkennt ihr die Seite?!), mit einer dampfenden Tasse Kakao.


So I went for some logs, lit a fire in our stove and continue blogging around the world.

Es gibt sie noch...

... so richtig hübsche handgemalte Karten, wie ich sie früher für meinen ganzen Freundeskreis auch gemacht habe. Schön, dass jemand damit sogar Geld verdienen kann! Bettina Bauer aus Hannover zeichnet und malt sie auf Bestellung. Das ist nicht billig, das geht nicht von heute auf morgen, doch dafür sind die Karten individuelle, wunderschöne kleine Handwerke. Ihr Internet-Papiershop "Papierprinzessin" zeigt eine große Auswahl an Designs.

Freitag, 5. Dezember 2008

Gartenimpressionen | Impressions of our garden by the sea

Ich sehe so schöne Gartenfotos auf euren Blogs, habe jedoch nicht so ganz die richtige Jahreszeit erwischt, um einen Blog zu starten, zumindest was Grüße meiner Pflanzen anbelangt. Doch hier ein paar Eindrücke der letzten Wochen (wie immer: zum Vergrößern der Fotos drauf klicken).

As I see lovely pics of garden-impressions in other blogs I feel I should post some impressions of my beloved paradise at the sea (taken in october and november). Even if it's not the right season to start a blog about flowers and gardens.

Das erste Motiv oben zeigt einen unserer vier japanischen Ahornbäumchen, die einen japanischen Garten, der noch am Entstehen ist, einrahmen.

Above you see one of four lovely Japanese maples (Acer palmatum), below the view from our outbuilding-study over my greenhouse with six budgies (parakeets) and some exotic plants. The huge tree is an eucalyptus planted by the former owners some 20 years ago. In the back you can see Sugar Loaf, the lovely mountain across Glengarriff.

Das folgende Foto zeigt den Blick von unserem Büro-Holzhäuschen über das Gewächshaus, in dem zur Zeit nur noch sechs Wellensittiche wohnen, wir hatten im April den ersten Frostverlust seit 8 Jahren, zwei brütende Damen starben. Davor erlag eine alte graue Wellensittichdame ihrem Übergewicht und meine wunderschöne Bluebell, die bereits in jüngstem Alter einen dicken Tumor am Hinterteil hatte, konnte auch nicht mehr. Der große Baum ist ein Eukalyptus, der auch im Winter belaubt ist und ganz im Hintergrund ist der Berg namens Sugar Loaf (Zuckerhut), den wir immer wieder fotografieren, so schön ist er.

Die herbstlich gefärbten Blätter des Katsura-Baumes, der hier Gingerbread Tree (Lebkuchenbaum) heißt, duften nach Gebäck und getrochneten Äpfeln, wenn sie ein paar Stunden am Boden liegen. Durch vorzeitiges Abreißen kann man diesen Effekt leider nicht erzielen!

The leaves of the Gingerbread Tree really smell delicious in autumn (fall), like cookies and apple-pie. Below a dried poppy seed pod and the leaves of the Ghost Tree (also Handkerchief or Dove Tree). Unfortunately those trees (Davidia involucrata) only flower from the age of ten, maybe one day the will look like those gorgeous flowers below.

Eine kunstvoll getrocknete Mohnkapsel im Gemüsebeet.

Die Blätter des Taschentuchbaumes, er ist noch ein Jugendlicher, leider blühen die Davidia involucrata-Bäume (auch Ghost Tree = Geisterbaum) frühestens nach zehn Jahren, dann wird er hoffentlich so aussehen, voll behangen mit im Wind flatternden "gespenstischen Taschentüchern":


Unser Haus von der Meeresseite aus gesehen. Die neue Veranda ist erst von außen fertig.

Our house from the seaside with a new veranda. From there we have the look below (almost toward Newfoundland ;-), in late summer lovely and calm Bantry Bay hosts famous cruising ships. Some of the passengers go and visit Garinish Island with its phantastic Italian Gardens along with thousands of rhododendrons, camellias, exotic trees and especially many Newzealandish plants. Even movies were taken there.


Das ist der Weg vom Bürohäuschen zum Wohnhaus, meine tägliche "sportliche" Aktivität: etwa zwanzig Mal diese 30 Meter laufen ;-) Katze Lilly hatten wir aus Deutschland mitgebracht, sie ist nun 14 jahre alt und hat nur noch ein Ohr, das andere wird jeden Tag weniger, da sie Hautkrebs hat (den bekommen hier fast alle weißfelligen Tiere mit aufstehenden Ohren, wegen der starken UV-Reflektion des Meeres).

Das ist der Blick aus unseren drei Schlafzimmerfenstern auf den Atlantik, wo im August oft die MS Europa, die MS Deutschland und auch britische Kreuzfahrtschiffe liegen.

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Individuelle Barbiegarderobe | Customized wardrobe for Barbie

Auch Jungenmütter lieben "Haute couture" für Barbie... dann werden eben die Nichten beschenkt!!!! Gut, das Hochzeitskleid ist etwas unzüchtig-transparent geworden, doch die Bettwäsche ist wirklich ganz kuschelig!

Even boy's moms love Barbie's "haute couture"... nice presents for nieces!!!! Well, the wedding-dress might be a bit indecent, but the bedlinnen is really cozy!





Zwischen zwei stürmischen Schauern... Between two showers...

... der winterliche Blick auf die schlafende Blumeninsel Garinish Island von Glengarriff Castle aus gesehen.

... the winterly view toward sleeping Botanical Garden Garinish Island from the grounds of Glengarriff Castle.

Geschichte der Duftheilkunde | History of medical use of fragrant plants

Vermutlich hat die Menschheit schon immer duftende Pflanzen für Gesundheit und Wohlbefinden eingesetzt. Klar, denn Bitterpflanzen schrecken zunächst ab, auch wenn viele von ihnen nicht giftig oder sogar sehr gesundheitsfördernd sind. Ich nähe immer wieder an einem zusammengesetzten Projekt, das die Geschichte der Duftheilkunde illustrieren soll. Sechs Quadrate à 45 x 45 cm sind mehr oder weniger fertig, neun sollen es werden. Den Anfang macht der alt-indische Kulturkreis, den ich mit den warmen Farben gelb, orange und gold assoziiere und natürlich mit hinduistischen Gottheiten, Meditation, Yoga und Räucherstäbchen.
Aus Sicht der Aromatherapie liegt die Wiege unseres Handwerks möglicherweise in Taxila, einem Ruinenort in der Provinz Punjab, der seit 1980 zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. Er liegt nicht weit von Islamabad, der Hauptstadt Pakistans. An diesem Ort erahnt man nur noch eine weit zurück liegende Kultur, die am Rande der Seidenstraße blühte und in der Alexander der Große eine Periode der griechischen Besetzung einläutete.
Am Rande der riesigen Ausgrabungsstätte steht heute ein einfaches Museum, das umfangreiche archäologische Funde zeigt: zahlreiche fast zerstörte Buddhastatuen, Münzen aus Gold und Silber, Glasobjekte, ein Tintenfass, Waffen und Werkzeuge aus Metall und schließlich etwas abseits in dem letzten von sechs Räumen ein Destilliergerät aus Terracotta samt vielen Aufbewahrungsgefäßen und einem Mörser mit Pistille. Der italienische Düfteforscher Paolo Rovesti vermutete bei seinem Besuch im Jahre 1975, dass das bislang unidentifizierte Objekt von circa 3000 v. Chr. der Destillation von Duftpflanzen diente. Untermauert wird diese Annahme durch alte ayurvedische Aufzeichnungen, aus denen hervor geht, dass man bereits die Gewinnung von Rosen-, Citronella- und Kalmusöl kannte. Andere Forscher meinen jedoch, dass es sich allenfalls um einen Apparat zur Destillation von Alkohol handelt, diese geht auf das Jahr 150 v. Chr. zurück. Es wird berichtet, dass man bei der Ausgrabungsstätte Skelette mit Messern zwischen den Rippen fand, möglicherweise Opfer eines Überfalls, mit dem die Kunst der Destillation für viele Jahrhunderte aus dem Wissensschatz der Menschheit verschwand.
Eben kam unser deutscher Nachbar Stefan vorbei und schenkte uns einen selbst gebundenen Adventskranz mit den unterschiedlichsten Zweigen aus seinem Garten. Besonders hübsch finde ich das Detail mit den gold-weißen Zweigen seiner panaschierten Scheinzypresse (Chamaecyparis) und den dicken Zapfen der kalifornischen Zypresse Cupressus macrocarpa.


Whenever I find the time I sow an illustrated history of the use of fragrant plants through humankind. Six squares of 45 x 45 cm are more or less finished, one day there will be 9 "chapters". To begin with I completed the ancient Indian culture with its Ayurvedic roots. The old Indian healers have always been using fragrant substances for healing and wellbeing purposes. The oldest device for distillation was found some 30 years ago by Italian researcher Paolo Rovesti. It can be seen in a more or less hidden corner in the museum of Taxila, a famous archaeological site near Islamabad. It is thought to be from 3.000 b. C.
This lovely wreath has nothing to do with it, it was brought (and self made) by our German neighbour Stefan, who is a self sufficient eco-gardener. He used branches of variegated Chamaecyparis, spruce and cones of Cupressus macrocarpa.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Wenn Männer basteln... When men are engaged into crafts...

... geschieht das oft beim Gestalten einer perfekten Modelleisenbahn-Welt. Heute schmunzelte ich über die großen Kulleraugen eines Mannes, der diese Prachtanlage, die weit über 4000 Euro kostet, bestaunte. Aber auch ich liebe diese Miniaturwelten. Diese ist im Schaufenster von Puppenkönig in Bonn zu bewundern.

... they probably are building up a miniature world with cute little trains, houses, trees, mountains. Today I was amused at the enthusiastic wide eyes of a man who was watching this installation at a toy store in former German capital Bonn (it is worth more than 4000 Euros).

Montag, 1. Dezember 2008

Adventskalender-Ideen

Wer wie ich auf den 31. November eingestellt war (hm, hm ;-) und noch schnell einen Adventskalender basteln möchte, kann sich beim Adventskalender-Portal tolle Ideen und Anleitungen für 70 unterschiedliche Versionen suchen. Oder aber den großartigen duftenden Adventskalender bei Primavera im Fachhandel oder per Eilbestellung besorgen. Er ist mit 23 winzigen Fläschchen gefüllt, diese enthalten würzige und fruchtige ätherische Öle und traumhafte Wintermischungen.

100 years ago the Adventskalender was invented in Germany. In the meantime it is a lovely and helpful countdown for many children all over the globe to visualize the remaining days until Christmas. Little windows with numbers from 1 to 24 are either filled with a lovely drawing, poem oder even with a candy. In the case with this gorgeous calender from Primavera the little windows are filled with tiny flasks filled with wintery essential oils of therapeutic quality. Number 24 contains a pretty device to appy the fragrance... (never open the windows ahead of time or Santi becomes cross with you ... surprise, surprise!)

Nützlich für sehbehinderte Menschen

Ich bin dieser Tage bei meiner 80-jährigen Mutter helfend zugange, die trotz kürzlich erfolger Augenoperation fast blind ist. Als ich eben diesen Handarbeitstipp auf einem tollen australischen Blog Whipup fand, musste ich schmunzeln, denn obwohl dort in Down Under gerade der Sommer einzieht, kann man dieses Projekt noch mit unterschiedlich geformten Perlen verfeinern und so Personen mit eingeschränkter Sehfähigkeit eine Freude machen. Zudem fühlen sich in kalten Europanächten die Schlüssel der Spätdienst schiebenden Menschen nicht so eklig kalt an!

Just those days I am helping my 80-year-old mother to tidy her flat. She is almost blind inspite of a recent operation on one of her eyes. As I discovered those funny gadgets at Whipup I considered making some for her and attaching beads of different sizes and shapes, so she can easier distinguish her many keys.