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Dienstag, 17. November 2015

wiener kultur-impressionen


Ich war auf dem Weg von Zürich nach Wien, als ich las, dass der unglaublich talentierte und vielseitige Künstler Ernst Fuchs (1930-2015) an diesem Tag verstorben war. Da ich bereits als Grafik Design-Studentin in den frühen achtziger Jahren einige seiner Werke ganz große Klasse fand, las ich nun wieder ein bisschen über ihn. Seine Kunst wird oft als kitschig und skurril eingestuft, was dieses kreative Allround-Talent etwas ins Abseits geraten ließ, ihn wohl aber nicht allzu sehr berührte. Viele seiner Werke kann man mit Gustav Klimts Werk vergleichen, mystische Elemente erinnern an Hieronymus Bosch und Arnold Böcklin. Überhaupt, man kann die Werke dieses Halb-Juden, der in der Hitler-Zeit sehr zu leiden hatte und seinen Vater verlor, nicht wirklich in Kategorien pressen. | I had a great day and evening on Friday the 13th as I went to a museum of the deceased Austrian artist Ernst Fuchs and later to the musical Mary Poppins.


Als ich herausfand, dass seine traumhafte Villa (von 1888), die zum Museum geworden war, sich in Fußnähe zu meinem Hotel befand, machte ich mich auf den wenige Kilometer langen Weg (Foto: M. Blumtritt).


Was ich nicht beachtet hatte, war dass das Privat-Museum bereits um 16 Uhr schließt. Die junge Frau an der Rezeption wollte mich abwimmeln, schließlich war man mit Trauerfeierlichkeiten befasst, Herr Fuchs hatte immerhin 16 Kinder und eine entsprechend große Verwandtschaft. Der junge Mann an der Rezeption erbarmte sich, als ich etwas jammernd bemerkte, dass ich fast eine Stunden dorthin (auch den Berg hinauf) gelaufen war. Er machte mir in zwei Räumen die Lichter wieder an. Unter anderem in diesem traumhaften Adolf-Loos-Saal (1870-1933, ein nicht minder bekannter österreichisch-ungarischer Architekt, nach ihm wurde sogar ein Asteroid benannt).


Zwischen meinen Seminaren musste ich dann unbedingt nochmals hin, so sehr haben mich diese flüchtigen Eindrücke beeindruckt. Ich war davon ausgegangen, dass man in 20-30 Minuten durch die Villa samt Kunstwerken flanieren könnte, doch ich blieb am Ende zwei gute Stunden und hatte dann immer noch den Eindruck, dass ich nur einen Bruchteil gesehen hatte, denn jedes von Ernst Fuchs' Gemälden und Zeichnungen ist soooo tief, mit vielen fast versteckten Figuren und Symbolen, selbst die extrem unterschiedlichen Bilderrahmen sind von ihm in tage- oder wochenlanger Arbeit einzigartig schön gestaltet worden.


Eine sehr nette Mitarbeiterin stand für Fragen hilfreich bereit, ich löcherte sie immer wieder. Es war eine sehr sympathische, lockere Atmosphäre in der bezaubernden Jugendstil-Villa, die Professor Ernst Fuchs in den Siebziger Jahren erworben hatte, als sie abgerissen werden sollte. Er sanierte und verschönerte das am Rand des Wiener Wald gelegene Gebäude, das vom berühmten Architekt Otto Wagner gebaut worden war, extrem aufwändig, und finanzierte alles aus der eigenen Tasche. Die eigentlich beendete Salvador Dali-Ausstellung war noch zu bewundern (im Foto des römischen Bades in der zweiten Etage im Hintergrund befindet sich ein Dali-Bild), unglaublich, keine Bewachung, keine Kameras, einfach so, als wäre man ein willkommener Gast in einem Privathaus, man durfte sogar fotografieren (viele meiner Handy-Fotos taugen jedoch nichts).


Religion, Frauen und Erotik ziehen sich durch fast alle seiner Werke.


Im Garten rund ums Haus gibt es auch viel zu entdecken, derzeit vom Herbstlaub bedeckt.


Wunderschöne Mosaike und Skulpturen von seinem Sohn Daniel Friedemann, der auch sehr vielseitig talentiert ist, findet man draußen und drinnen. Also, wer mal in Wien ist, sollte vorbei schauen, das einzigartige Museum ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 16 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt 11 Euro, hier gehts zur Website des Museums (mit tollen Fotos auch zur Entstehungsgeschichte dieses Architektur-Denkmales, in dem auch der sehr kreative Sänger Falco ein und aus ging). Man kann das Haus auch für Veranstaltungen mieten (muss das ein schöner Rahmen für Hochzeiten und kreative Business-Tage sein).


Abends ging es weiter mit Kultur und Schweigen (ich war sowas von heiser von all den ganztägigen Seminaren, die ich gehalten hatte) und ich bekam einen Traum erfüllt: Als großer Fan von Mary Poppins, deren Erschafferin Pamela Travers (alias ursprünglich Helen Lyndon Goff, 1899-1996) oft in unserem Dörfchen Glengarriff weilte, da sie hier eine Cousine hatte, konnte ich das bunte und brilliante Musical in Wien genießen. Ich saß, Herzklopf, in der zweiten Reihe. Seltsamerweise bekam ich plötzlich während der Szene mit der Vogelfrau – von der entzückenden Sandra Pires gesungen, die ich anschließend treffen sollte – ein mulmiges Gefühl. Viele Leute hatten sich umgedreht, um nach einem Rumpeln und Pumpeln zu schauen, das sich irgendwo hinten ereignet hatte (eine Frau war auf dem Weg zur Toilette ohnmächtig zusammengebrochen). Ich dachte kurz, was tun, wenn eine Panik ausbricht. Nichtsahnend und glücklich ging ich zurück in mein Hotelzimmer und schlief bestens. Bis ich morgens im Internet sah, was in Paris geschehen ist....

Donnerstag, 7. Februar 2013

zarte blüten und flügel | blossoms and wings


Nach den deutschen Wetterkapriolen war es wirklich witzig, wieder Kirschblüten zu sehen. | After the snowy and almost constant grey weather in Germany I was greeted by sunshine and cherry blossoms near Kerry Airport.


Seit Wochen blüht hier und dort ein Kirschlein. Auch blühen bereits die ersten Narzissen entlang einiger Landstraßen, das ist im zeitigen Frühling immer soooo schön. | Some of the delicate trees have been blooming for a few weeks now. Even the first daffodils display their beauty along some roads.


Unterwegs habe ich die Zeitschrift Vital gekauft, in der aktuellen Aufgabe ist ein kleiner ganz netter Bericht über unser Wander-Angebot. Vielen Dank, liebe Redaktion! | I bought a very popular magazine in Germany with a short article about our walking business.


Eine ganz süße Bastelarbeit aus Relief-Karton, Organzaband, feinem Draht und Perlen habe ich in einem ganz neuen Wohnzimmer gesehen (winke, winke S & N!!!) | In a brand new living room I admired this delicate and gorgeous decoration simply but nicely made of  cardboard, ribbon, fine wire and a few beads.

Freitag, 16. November 2012

überraschung | surprise


Gestern brachte der Briefträger ein Päckchen. Ein Blick auf den Absender: Mir unbekannt. Ausgepackt. Drei Seifen. Genauer hingeschaut. Drei traumhafte Seifen mit Buddha-Motiven. Ein naturduftender Bio-Traum. Hergestellt von Ruth Mellentin aus München, die bei mir vor ewigen Zeiten einigen Monaten nachfragte, ob sie eines meiner Buddha-Fotos aus diesem Blog verwenden dürfe. Durfte sie. Ich kann es nun kaum erwarten, die Seifen zu benutzen, doch wie bei einem buddhistischen Sand-Kunstwerk zerstöre ich dann die schönen Skulpturen. Aber ich habe ja noch die Fotos... Vielen Dank, Ruth! | The postman brought a parcel yesterday. The sender was uknown to me. Opened it: three soaps. Looked closer: three gorgeous soapy sculptures made of the finest organic ingredients - by a girl from Munich who had asked me ages ago some months ago if I permitted her to use one of my Buddha photographs here from my blog. Of course I said yes. So now karma delighted me with those perishable pieces of art. But I will keep the photographs....

Sonntag, 21. Oktober 2012

4qm | 4sm


Gut zwei mal zwei Meter auf unserer Veranda haben sich zu einem Miniaturwohnzimmer gemausert. Bis dato nur als Platz für den Wäscheständer genutzt, da die 80 Prozent Luftfeuchtigkeit in den anderen Räumen nicht gerade trocknungsfördernd sind. | With a nice cover over an old and stained sofa we improved a tiny corner in our veranda. It was just used as a drying place for the laundry which needs less than the 80% humidity in the rest of our house.


Einfach Uralt-Fleckensofa mit schicker neuer Decke überworfen, ein paar Kissen dazu und Blick auf die sonnige Bucht genießen, was will man mehr? | The view goes over the lovely Bantry Bay which has been marvellous during the past few days.


Vielleicht vom wunderbaren gestrigen Besuch der renommierten Ballymaloe Cookery School träumen. | We went to see the famous Ballymaloe Cookery School East of Cork City.


Ihre kreative und unermüdliche Gründerin Darina Allen hat mit ihrer Familie ein einzigartiges Paradies geschaffen. Die Schulungsräume sind hell, freundlich und mit originellen Kunstwerken dekoriert. Der riesige Garten wartet mit dauernden Überraschungen auf, vom Labyrinth über ein Muschelpavillon, geflochtete Buchsbaumparterres, Gemüse, Küchenkräuter, Obst wohin man schaut, alles in Bio-Qualität. | It is the most amazing place with a combination of gardens, art, animals, design, flavours, plants, an organic farm of 100 acres.


Freilaufende Hühner, Schweine, Enten, Kühe und Felder so weit das Auge reicht. Wer hier lernt weiß, was das Wort LEBENSmittel bedeutet. | Those who learn to cook here really get a sense of true and nourishing food.


Im Sommer 1995 wurde dieser Pavillon zur Silberhochzeit von Darina und Tim Allen geschaffen, er wurde nach Entwürfen der Muschel-Künstlerin Blott Kerr-Wilson mit über 20.000 Muscheln "tapeziert". Darinas Schwiegertochter Rachel Allen ist sowas wie der Jamie Oliver von Irland, man sieht sie dauernd im irischen Fernsehen und sie hat auch viele wunderschöne Bücher geschrieben. Ein Buch von der dreifachen Mutter gibt es auch auf deutsch: Das Familienkochbuch. | This lovely folly was designed by shell artist who decorated the interior with more than 20.000 shells. It is such an inspiring and serene place!

Freitag, 31. August 2012

moonstruck


Alles redet vom 'blue moon', diesem zweiten Vollond eines Monats, der heute stattfindet. Aber blau ist der nicht. Nur mein Laptop macht blau, das Trackpad scheint sich zu verabschieden, reagiert kaum noch auf's Klicken.
Der Kater hat heute Nacht Heultiraden abgelassen, es gibt irgendwelche Revierkämpfe. Die Hündin hat ihre heulenden Kommentare ergänzend hinzugefügt. Vollmond eben.
Ich erfreue mich derweil an meiner neuen Gabel meinem neuen Schlüsselanhänger, der zweite geht als Geschenk an jemanden, die vermutlich keine Zeit hat, mein Blog zu lesen. Man kann sie natürlich auch als besondere Kettenanhänger einsetzen.
Everybody is talking about the 'blue moon' today, the very special second full moon in a month. It is not blue though. But my laptop is blue - its trackpad is waving bye bye, it doesn't respond any more as it used to do. Our cat fought bitter battles tonight and our dog also sang her luna-tic song. I try to concentrate on the lovely parts of life as my new fork new key-ring which could also be used as a pendant. The other one is for a friend who probably has no time to read my blog.


Mittwoch, 25. Juli 2012

schlaf gut | sleep well


Eine wundervolle Idee gab's als Abschiedsgeschenk von meinen Kursteilnehmerinnen in Wien: ein Zirbenkissen. Das liebevoll handgenähte (mit Bio-Baumwollstoff) Kissen enthält wunderbar duftende Späne der alpinen Zirbelkiefer, welche den Schlaf nachweislich vertiefen. Wer sich für dieses schöne Geschenk interessiert, kann auf der informativen Website von Esther und Stephanie mehr dazu nachlesen. Ich habe in meinem Aromatherapie-Blog über die heilende Kraft der Zirbelkiefer geschrieben. Zusammen mit dem süßen Geschenk einer passionierten Mitleserin kann ja nichts mehr schief gehen! | I got a wonderful pillow filled with shavings from the Alpine pine Pinus cembra. There are a few studies proving that this timber improves sleep. Along with the lovely little lavender bag I enjoy deep sleep. The line pillows can be ordered via the website from two young creative ladies in Munich who do all the sewing and designing, they even use organic cotton fabrics.


Dann habe ich noch ein paar kleine Basteleien für unser Gästehaus gemacht, beispielsweise einen Kleiderbügel für's violette Zimmer bezogen, da dieser gut sichtbar an einem schönen Haken hängt. sieht einfach netter aus als ein Plastikding. Diese Woche steht für unsere Gäste wohl unter dem Motto "Nebelwandern", die TeilnehmerInnen der aktuellen Wanderwoche lernen "many shades of grey" kennen und wandernde Nebelwände faszinieren und und werden fotografiert. Das ist zumindest perfekt für schöne Haut! | I did some minor crafts for our guest house like this hanger covered with wool and lace as it hangs on a well visible lovely old fashioned hook. Our guests doing the guided hiking tours with my husband are becoming acquainted with "many shades of grey" as it is foggy, foggy, foggy. Hard to believe it's almost August.

Mittwoch, 21. September 2011

kunstansichten | perspectives of art


Nun bin ich wieder auf einer langen Tournee, um Menschen die Faszination von duften Molekülen näher zu bringen. Unser Körper macht pausenlos Chemie, jeder der kocht ist chemisch tätig und wenn die Bestandteile von ätherischen Ölen eine Wunde heilen oder die Stimmung verzaubern, spricht man von Chemie. Das tut gar nicht weh, es ist vielmehr faszinierend. Genauso faszinierend fand ich obige Kunstwerke. | Now I am on tour again, three weeks on the road (or better on trails as I only travel by train through Germany, Switzerland and Austria) teaching people the fascination of aromatherapy and its fragrant molecules. Today I saw a huge container being filled with lovely grey leather sofas and steel cabinets. The doors of those rubbish boxes attracted my attention - I even first thought there were huge painting standing around on the way. 


Sie hängen nicht etwa in einem Museum. Nein, es sind zwei Containertüren, in die gerade tollste Metallarchivschränke und Ledersofas weg geschmissen wurden, eine große Bank in Konstanz wird anscheinend komplett renoviert. Die Arbeiter schauten mich zunächst misstrauisch und dann belustigt-verständnislos an, dass ich mich so an diesen rostigen Kunstwerken erfreuen konnte. | The men who were emptiying the business rooms of a bank first looked quite suspicious of me taking photographs of the rusty container. Then they kind of laughed at me and joked: for 10 thousand Euro those pieces of art are yours!


Die wunderschönen Tassen passen zwar farblich gut dazu, sind jedoch so wunderschöne Kunstwerke, dass ich sie nicht zum Teetrinken verwenden würde (und darum erst gar nicht kaufe). | Those extremely gorgeous cups are real art and much too pretty to be used for drinking tea or coffee out of them (so I didn't buy one).

Samstag, 19. März 2011

inspirationsarme zeit | no inspirations


Nach einer Woche unterwegs genieße ich wieder die Millionen von Narzissen, die überall an den irischen Straßenrändern wachsen, um das Nationalfeiertags-Wochenende St. Patrick's Day zu zelebrieren. Doch so rechte Freude will derzeit über rein gar nicht aufkommen, zu undurchsichtig die Schweigetaktiken der japanischen Regierung und zu verlogen die Fähnchen-im-Wind-Stragien der deutschen Regierung. Was wird aufgrund der globalen Handelswege noch auf uns alle zukommen? Was wird über Lebensmittel, Wasserwege, Flugzeuge, Wolken etc noch alles auf uns zukommen? Die Erde ist immerhin eine Kugel und keine Scheine! | After a week of travel I am back home and was relieved that the pilotes of the national carrier brought the plane back safely as it was St. Patrick's Day which is a MUST to drink a lot of heavy stuff. But I feel quite low because of the threat which comes from Japan and the modern way of producing energy for the greedy inhabitants of mother Earth. What will happen in the near future, what kind of poisons will be brought around the globe which is not an entity of separate boxes/countries but a kind of living organism?


Dennoch habe ich auf der kurzen Durchreise in München mal wieder einige Minuten den kleinsten Filzladen der Republik genossen: Daimer Filze direkt am Rathaus. Sie haben auf winzigem Raum (vier Kunden und der Laden ist völlig überfüllt) ein Feuerwerk an Filzen in allen Dicken und Breiten zu bieten, ich brauchte eine Schreibtischunterlage für unsere 15-Grad-Schreibtische. Mein Prototyp, den ich letztes Jahr "erfunden" habe, hat sich bei unseren Temperaturen für ausgekühlte Unterarme und Hände bestens bewährt. | But I had a few moments of joy in Munich when I went to the tiniest felt shop in Germany (four customers and the premises are overcrowded!). I bought a table mat for another desk which feels like ice during winter, my first underarm-and-hand-warming idea with felt worked very well so my husband can write in his study which has only 40 degrees F at times.

Wer den frierenden Menschen in Nordost-Japan einen seiner Quilts spenden möchte, kann die Aktion von Textilkünstlerin Dörte Bach unterstützen, die wärmenden Decken werden von Cotton & Color direkt an die Herausgeberin der japanischen Zeitschrift Patchwork Tsushin Naomi Ichikawa nach Japan geschickt, deren Familie in Sendai ernste Probleme hat. Die Quilts können klein oder groß sein, neu oder gebrauch, auf ein schickes Design kommt es unter diesen Umständen nicht an. Bitte weiter sagen!!!! | The German textile artist Dörte Bach is calling for new and used quilts (any size from baby size to big) to be sent to the editor of the Japanese Patchwork Magazine Tsushin Naomi Ichikawa who will deliver them to suffering families around Sendai where her family lives. Her letter in English language and the postal adress in Tokyo can bei found on Dörtes website here.

Sonntag, 21. Februar 2010

trage-duft | portable fragrance


Auf der Biofachmesse fand ich diese praktischen Anhänger: Aromatherapie für unterwegs. | At the trade-fair Biofach I found this kind of purse for tiny flasks of essential oil.


Nach dem Heimflug morgen kommen Öle hinein, auf alle Fälle Pfefferminze, gegen meinen immer wieder dicken Kopf durch Nebenhöhlenprobleme, Lavendel für und gegen alles und dann schwanke ich noch zwischen Grapefruit (lässt einen laut einer Studie sechs Jahre jünger erscheinen und riecht einfach nur gut) und Iriswurzel, das mir rundherum gut tut. | After my flight home I will fill one with essential oil of peppermint (against my frequent drowsiness due to sinusitis problems), lavender (for and against everything) and maybe grapefruit (according to a scientific study it makes you appear six years younger and it is one my my favorite scents).


Da die Nachbarin meiner Freundin, wo ich ein paar Tage in München wohnen darf, zur Zeit lesend auf einer Liege in der Sonne weilt, zeige ich euch die Sonnenliegen im Garten meiner Freundin, sie laden auch fast zum Bräunen ein! | I am staying at a friend's house in Munich and her neighbor is reading in the sun. So I show you my friend's sun chairs as they look quite inviting! I will be flying back home tomorrow.

PS nach der Regenbogen-Schnulze gestern in der ARD (mit wunderschönen Irland-Lamdschaftbildern) kommt heute Teil 6 der "Farm in Irland" im ZDF. | Three consecutive days it was possible to see wonderful landscapes in German TV channels. Tonight it will be part 6 of a soap opera filmed around our village.

Mittwoch, 6. Januar 2010

sonne und eis | sun and ice



Wenn ich nach vielen Monaten auf meinem Blog nachschaue, was 'damals' so war, werde ich hoffentlich an die sonnigen Morgen vom Januar 2010 denken, denn irgendwie sind wir hier untem am Berg etwas gefangen. | One day I will not only remember this incredibly chilly start into a new decade but also weeks of sunshine from morning to evening. We are kind of stuck on our place at the foot of a hill as driving up the icy road would mean quite a risk.



Denn eine solche Kälte wurde noch NIE in Südwest-Irland gemessen. | Nobody from the eldery people remembers such a frost for weeks, day and night, night and day.



Vieles im Garten ist kaputt gegangen, sicherlich haben auch etliche meiner wertvollen subtropischen Gewächse wie der Osmanthus dran glauben müssen. Keiner war hier auf solche Dauerkälte vorbereitet, jeder lacht über die weltweiten Temperaurerhöhungen. Unser Klempter beschwerte sich über die vielen Fälle von geplatzten Wasserleitung, hier liegen diese ja meist frei und schlecht isoliert, wenn überhaupt im Freien. Diese Gegend hat selten Gefriergrade gesehen und wenn dann nur für jeweils wenige Stunden und niemals tagsüber. Immerhin wachsen hier in fast jedem Garten Palmen! | Many things around the house broke, our plummer complained about going to many houses with burst pipes. I am afraid that many of my precious subtropical shrubs are struggling or even already died. Nobody was ever prepared for those temperatures, everybody is laughing about global warming.



Ich bin dankbar um die prall gefüllte Speisekammer: circa 10 kg Nudeln, 10 kg Mehl, 7 Kilo Haferflocken, Sojamilch und etwas H-Milch, Äpfel noch aus dem Garten, einausnahmesweise gut gefüllter Tiefkühler. Frisches wie Bio-Lauch und Kraut können wir nach einem kleinen Fußmarsch beim deutschen Nachbarn Stefan erwerben. | I am glad about our well filled pantry which not only contains many cans filled with sweet and savoury stuff but also plenty of noodles, flour, oatmeal, soy milk and more. The freezer is filled and few fresh organic vegetables are only a five minutes walk away at our neighbor Stefan.



Eben rief die Direktorin der Grundschule an: Die Ferien werden verlängert, schrecklich für arbeiten-müssende Eltern. Also miste ich weiter aus, nähe, male, hacke Holz für den Bollerofen und ärgere mich mal wieder über die mal wieder bockige Internet-Leitung. | Just this morning the principal from the Primary School rang to extend the vacations until Monday, so we working parents have a few more days to struggle with bored children. I have to continue tidying, sewing, chopping timver for the stove, painting and sobbing about the bad internet-line.

Freitag, 30. Oktober 2009

weise | wisdom

10-Jährige sind ganz schön weise: "Papa, ich werde nie ein guter Erwachsener". "Wie kommst du darauf?" "Ich weiß überhaupt nicht, wie ich Nützliches von Unnützem unterscheiden soll."
(Die Kette ist ein Geschenk, ich hoffe sie liest nicht mit).
10-year-olds can be really wise: "Dad, I will never be a good adult." "And why do you think so?" "Ich have no clue how to distinguish useful from useless things."
(I made the tiny jewel as a present, I hope she doesn't read it).

Freitag, 25. September 2009

textiles aus CH | textiles from switzerland


Was ist das? Ich hatte bereits hier und hier darüber berichtet. Es ist aus feinster Wolle und limettengrün(lich), eher hell-olivgrün. | Guess what that is! It is made of very delicate woollen fibers and supposed to be lime-green, I think it is rather olive-green(ish). I wrote about it here and here.


Es ist ein Stück vom Stoff des Kleides, das Michelle Obama am Tag der Inauguration von Barack Obama trug. Ausgestellt im Textilmuseum im wunderschönen Städtchen Sankt Gallen in der Schweiz. | It is a piece of the wonderful fabric out of which Michelle Obama's Inauguration Day-Dress was made. It can be found in the Museum of Textiles in the lovely Swiss town of Sankt Gallen.


1690 - also in der Zeit der Französischen Revolution - waren in verschiedenen Unternehmen rund um Sankt Gallen 30.000 bis 40.000 Personen mit der Stickerei von Spitzen beschäftigt. | At the time of the French Revolution 1690 30.000 to 40.000 persons were involved into the manufacturing of the famous laces.


Hier kann man uralte Spitzen bewundern. Für diese Kunstwerke ist die romantische Stadt einst weltberühmt gewesen. Dieses Stück von circa 1900 ist ein Vorhangstickereimuster, bis 1873 wurden solche textilen Kunstwerke von Hand mit der Tambouriernadel, später mit der Kettenstichmaschine ausgeführt.
Spitze kam jedoch 1926 plötzlich aus der Mode, als Coco Chanel (1883-1971) das schlichte 'Kleine Schwarze' lancierte. | You can learn a lot about the history of laces for which Sankt Gallen once was world famous. This piece is from about 1900 and I was wondering whether the spirit of the lady who made it over 100 years ago is still to be felt in this lovely piece of art. When Coco Chanel created her simple black costume in 1926 it became unpopular to wear laces.


Das ist ein Ballkleid von Kaiserin Eugénie (1826-1920), sie war die Gattin von Louis Napoléon III (1808-1873). 36 Arbeiterinnen sollen etwa 18 Monate an dieser Pracht gearbeitet haben. Schöne nützliche und lustige Informationen sind an zahlreichen Exponaten zu finden, beispielsweise: 'Um 1920 setzten Strandbadreglemente fest, dass die Badekleider der Männer den Oberkörper bedecken müssen. Meistens waren diese Badekleider aus Wolle oder Baumwolle. Nass konnten sie bis zu neun Kilogramm schwer werden. Die heutigen Schwimmanzüge erinnern höchstens optisch an die gute alte Zeit. Auch in nassem Zustand wiegen sie kaum mehr als 100 g.' | This is one of the gowns of empress Eugénie (1826-1920), wife of Louis Napoléon III (1808-1873). It took thirty six women about 18 months to sew and stich this piece of art.

Samstag, 22. August 2009

es war einmal | once upon a time


Das letzte Mal waren meine Ölfarben-Tuben vor ziemlich genau dreißig Jahren (ohje fühle ich mich alt) im Einsatz, als mein Vater in New York wohnte und ich ihm den Times Square in Öl malte. | The last time I had opend my oil paints was about thirty years ago (geeeee I feel really old!). I had painted Times Square in oil for my dad who was living in New York at that time.


Davor hatten sie bereits ein Jahrzehnt geruht, als ich mit 10 Jahren so allerlei Ölbilder fabriziert habe. | Before that they had been hibernating in a lovely wooden case for about a decade. I used to be an engaged oil and porcellain painter at the age of 10.


Ich habe mir dieser Tage einen Lehrer samt seinen Werken angeschaut, der hier in Nähe Malunterricht nach Bob Ross gibt. Die Bob Ross-Methode 'The Joy of Painting' wurde auch im deutschen Fernsehen gezeigt (BR-alpha). Angeblich kann JEDER in vier Stunden ein schönes Landschaftsbild in Öl malen. Ich bin am Zögern, ob ich es wagen soll und habe schon mal die uralten Tuben überprüft. Keine einzige ist eingetrocknet, das nenne ich Qualität! | A few days ago I found a teacher nearby who teaches oil painting according to the method of Bob Ross, The well known tv star developped the simple method called 'The Joy of Paining'. They promise that everybody can paint a beautiful landscape in only four hours. I am still hesitant whether I should go for it but I already checked my old paints and they are still in perfect condition!

Donnerstag, 23. Juli 2009

bastelgast | crafting little guest


Wisst ihr, was ein Bastelgast ist? Das ist ein kleiner Gast (oder besser eine Gästin), die am laufenden Band, den ganzen lieben langen Tag (wenn ihre Mutter sie nicht zu irgendwelchen blööööden Ausflügen überredet) bastelt. Ein Bastelgast eben. Derzeit entsteht ein "Notizheft" aus einer Holzklammer. 12 Papierschmetterlinge ausschneiden, in Klammer schieben und dekorieren. | Our little guest is constantly producing lovely tiny things like this butterfly memo-booklet.


Inspiriert durch die wundervollen Projekte von Stoffdesignerin Heather Bailey. | The gorgeous idea is from designer Heather Bailey's Flutterby Flip-Book.


Ein weiterer Gast - weit gereist u. a. durch Asien - brachte einen Koffer voll mit tollen Mitbringeln mit. Die Packungen dieses kultigen Instant-Tees von David Rio gefallen mir super gut. Und der Geschmack erst, ein Traum, süchtigmachend! Nun muss ich schauen, von wo ich Nachschub kriege. Das Mode-Gesöff aus San Francisco gibt es zwar fast weltweit aber nicht in Irland. Es ist ohne (angeblich) künstliche Geschmackstoffe hergestellt und die Firma soll im Tierschutz engagiert sein. | Another guest brought a load full of little presents. She is an experienced traveller and knows Asia. No wonder she loves tea. Those packages with the delicious instant chai from David Rio are really inspiring little pieces of art.