Dienstag, 17. Februar 2009

Von Wien nach Kerry | From Vienna to Kerry


Vom abermaligen Wintereinbruch in Wien ging es über Düsseldorf nach Stanstead bei London. Mit fast einer Stunde Verspätung, weil die Enteisungsfahrzeuge Fließbandarbeit leisten mussten. Ab Düsseldorf ging es mit einem Flieger weiter, den ich noch nicht kannte: eine Dash. Die bauklötzchen-staunenden Blicke der Leute, als sich der Passagierbus dem kleinen Propeller-Hüpfer näherte, hätte ich gerne fotografiert. Es ging dann aber erstaunlich leise und unwackeliger als in manchen großen Maschinen zu.

One hour delay on the way to Düsseldorf because of the need to defrost all planes in Vienna and a funny little plane from there to London Stanstead.


Liebe Beate, eigentlich wollte ich dir deine Heimat am Rhein von der Luft aus fotografieren, doch der wunderschöne Anblick währte nur Augenblicke; bis ich die Kamera gezückt hatte, war schon alles in Wolken getaucht!


Dann in im Flughafen von Stanstead, den ich seit über zwei Jahren boykottiert hatte, erstaunliche Szenen zur "Sicherheit". Es gibt also noch immer Eskalationstufen der Schikane. Um das zu dokumentieren, werde ich noch ein Blog-Flug-Tagebuch eröffnen, ich suche noch einen Namen, sowas wie "Sinn und Unsinn vom Flugwahnsinn". Über Vorschläge würde ich mich sehr freuen. Seit fast 10 Jahren pendele ich nun zwischen Irland und dem Kontinent und es wird immer entwürdigender, sich von Flughafen zu Flughafen zu bewegen. Auf jeder Reise neue Überraschungen. Vielleicht können wir im Jahr 2020 unseren Kindern und Enkeln erzählen, wie schön und entspannend Flugreisen noch vor 2001 waren.
Bei der Einreise in Großbritannien kann man neuerdings wählen, ob man sich in einer der riesigen Schlangen einreihen möchte oder aber ob man sich mit seinem neuen Pass zu einem Scanner begibt. Das wollte ich natürlich ausprobieren, nachdem ich mir das recht neue Dokument nach zwei Passfotoanläufen, zwei abenteuerlichen Reisen zur deutschen Botschaft in Dublin, ein paar Hundert Euro Kosten für Anreise, Übernachtungen, ein provisorisches Dokument und neun Monaten Wartezeit mühsam erarbeitet habe.
Drei Meter von mir entfernt standen sicherlich ein Dutzend dunkel-seriös-uniformierte Männer und tuschelten. Je dämlicher ich in dieses Gerät grinste, desto mehr kicherten die Jungs. Nach drei Anläufen mit abschließendem Abnehmen der Brille und Unterlassen meines verlegenen Blickes akzeptierte mich der elektronische Zöllner. Die Offiziellen kicherten nun deutlich vernehmbar (vielleicht war das ja einer dieser heiß diskutierten Nackt-Scanner, die in Japan bereits Standard sind) und ich erlaubte mir ganz wagemutig zu fragen "did you enjoy it?". Zum Glück verstanden die Kerle mehr Humor als bei meinem letzten Aufenthalt in Stanstead, wo man mich auf eine ähnliche Frage angiftete. Einer meinte sogar freudig-ironisch: "Welcome to the UK!"

For two years I managed not to fly via London, this time there was no other way to fly home. Immigration with an electronic device took some time and amused a dozen of serious looking officials who were giggling at my many efforts to look into the scanner without laughing. After I succeeded I dared to ask "did you enjoy it?" and I was relieved at their uncommon sense of humor as one of them answered: "Welcome to the UK!"

Diese Ecke ist der Hohn überhaupt, das Ergebnis der wirklich kreativen Terrorismus-Phobiker. Hier muss man umpacken, wenn man mit einer großzügigeren Airline aus einem großzügigeren Land in Stanstead ankommt. Maximal 10 Kilo dürfen ins Handgepäck: elektronisch-exakte Waagen stehen bereit, Geräte zum Abmessen der Taschen (55x40x20cm und keinen mm größer!) und viele Mülleimer für Übergepack, zu große Kosmetiktuben und Getränke. Und viele total aufgelöste, verschwitzte und gestresste Leute.

Since my last visit they installed a new area to repack your stuff to meet the ridiculous "safety regulations". For your comfort you find several electronic scales, devices to measure your bags and lots of bins to get rid of excess baggage, oversized cosmetic containers and beverages.


Irland von der Luft aus, erfrischend grün und "welcoming", die Grüne Insel eben. | Welcoming Green Island Eire.

Sonntag, 15. Februar 2009

Schwedenbeute | Fabrics from Ikea


Weltwirtschaftsweise habe ich mich beim Ikeabesuch ziemlich zurück gehalten.

Usually I bring a few pounds of fabric from my trips; this time only a few favourites.

Alte "Naturkosmetik" von 1947 | Recipies from 1947



Wunderschön altmodische Rezepturen für Orientalische Gesichtsmilch und andere feine Duftprodukte wie mehrere Seifenvarianten. Das Heft ist von 1947.
Lovely old collection of formulas for "natural" cosmetics. It was printed in 1947 in the post-war Vienna.

Donnerstag, 12. Februar 2009

12 of 12 | 12 aus 12


During the last 12th I was sitting in the plane from Brazil to Irland and only arrived home at the 13th of January. My computer was almost frozen as we had hardly heated our premises. I posted some sunny-summertime-pics a few days later (you can find them under the category of "travel"). Today I join Chad's transglobal community of 12ers. I hope he is better and his health becomes really stable again. And I thank you, Chad, that you decided to continue despite your plans of stopping. I am still in Vienna (actually in the town of Klosterneuburg, a few miles North from Vienna). As I woke up the wheather was still grey. My first glance goes to the lovely orchids (fragrant dendrobium) of my hosts.

Letzten 12ten befand ich mich im Flugzeug von Brasilien nach Irland, ich kam erst am 13. Januar an. Mein Computer war fast eingefroren, da wir unsere Räume nur ein ganz klein wenig geheizt hatte. Der kälteste Winter in Irland seit "Ewigkeiten". Einige Sommerfotos von dort findet ihr unter "Reisen". Ich danke Chad, dass er trotz Aufhörplänen beschlossen hat, mit dieser Idee der 12er weiterzumachen und hoffe, dass sich seine Gesundheit wieder stabilisiert (er hatte eine Krebs-OP). Ich bin immer noch in Wien (genauer gesagt in Klosterneuburg, wenige Kilometer nördlich von Wien), beim Aufwachen fällt mein Blick auf die süßen kleinen Orchideen (eine duftende Dendrobiumart) meiner Gastgeber.

In the afternoon I strolled around the famous monastery and had a glance at Vienna far in the horizon. | Als nachmittags etwas Sonne raus kommt spaziere ich rund um das berühmte Kloster von Klosterneuburg und kann bis Wien sehen.


On my way I discover many interesting details on the houses. | Unterwegs sehe ich viele interessante Details and Wänden und Türen.


A gate | Ein Tor


The secondary school of my friend's children. Watch out for the back flag: their favourite teacher Mike, less than 60 years old, died from the flu a few days ago. | Das ist die Schule der Kinder meiner gastgeber. Die schwarze Fahne ehrt ihren Lieblingslehrer Mike, der vor einigen Tagen an der (echten) Grippe gestorben ist, er war keine 60 Jahre alt.


Funny advertising | Kauzige Werbung


Also advertising | Noch ein Plakat


A lovely wall, could be a pattern for a cozy quilt. Ein hübsche Mauer, könnte man als Vorlage für ein Patchwork nehmen.


Gorgeous columns at the monastery | Wunderbar gestaltete Säulen des Klosters.


Small roads and the monastery's church. | Enge Gassen und von überall sieht man die Klosterkirche.


On the wall of a pedicure-studio. | An der Mauer eines Fußpflege-Studios.


Spring's promise at a flower shop. | Frühlingsversprechen an einem Blumenladen.

Dienstag, 10. Februar 2009

Wien ist bunt | Vienna is colourful


Ultratrister-Grauwetter-Tag in Wien. Aber drinnen ist es bunt. Ich kann mich kaum für eines der Natur-Duschgele und Schampoos meiner Gastgeber entscheiden.


Waltraud siedet wunderschöne Naturseifen aus Oliven- und Sanddornöl.

Wir stopfen Zucker in uns hinein. Das hier sind Punschkrapferl. Die stelle ich mir auch hübsch aus rosa Tildastoff vor! Dann wenigstens kalorienfrei.

Gray-rainy-snowy day in Vienna. Inside it's colourful: I can't decide between deliciously smelling all natural shower-gels and shampoos. My hostess makes olive oil and seabuckthorn soaps. We eat tons of sugar. I imagine those "Punschkrapferl" (Mulled wine donuts) could as well be sewn of some pinkish Tilda-fabric with old fashioned lace around and a nice button on top.

Sonntag, 8. Februar 2009

Gewonnen! I won!


Ich glaube es nicht! Ich habe bei Friederike "einfach nur so" kommentiert, als sie die Verlosung einer süßem Traubenkern-Wärme-Maus ankündigte. Und sich den Verwendungszweck wünschte. So habe ich geschrieben "da ich nie gewinne, brauche ich nicht zu erklären, wozu ich die Maus verwenden würde". Nun bin ich im super-nass-kalten Wien, genieße die wunderbar schnelle Leitung meiner Gastgeber, spaziere nach getanem Vortrag über die Fähigkeiten des menschlichen Geruchssinnes durch meine Lieblings-Blogs und da finde ich plötzlich meinen Namen! Ehrlich, ich kann mich an keinen Gewinn erinnern! Und - ehrlich gesagt - ich hatte die Verlosung auch bereits vergessen. Umso mehr freue ich mich, juhu!

Friederike wanted to know how the people commenting her announcment to give away a warming mouse would use it. I commented that I don't need to tell it as I never win. Here am I enjoying the much faster internet-line of friends in Vienna and browsing through my favourite blogs and there I find my name in big letters! Hurray!

Donnerstag, 5. Februar 2009

Endlich hab ich's | New book


Dieses BUCH wünschte ich mir seit Ewigkeiten, doch es war nicht bei Amazon zu haben und bei anderen (Stoffläden) habe ich noch keine Bestellung gewagt ("nur ein Buch lohnt sich doch nicht, also noch ein paar Stöffchen, ein paar Knöpfchen, ein paar Bändchen, nur noch ein klitzkleines Schnickschnack dazu u.s.w.)


Die Autorin Karin Angela Moisel zeigt wunderschöne, gut in Szene gesetzte und - wichtig für mich - einfach umzusetzende Projekte mit den traumhaften Webbändern von Frauke Kafka.


Die Projekte sind nach Jahreszeit geordnet.


Für jeden Geschmack und für Groß und Klein.


Und hier noch ein Bild für Beate von Seaside Cottage, sie zeigt heute fast die gleichen Stoffe, mit denen ich gestern Abend etwas angefangen habe... ich traue mich noch nicht so recht ans Nähen!


I had been longing for the book about those wonderful cotton bands - it arrived yesterday. And I started a new project.

Mittwoch, 4. Februar 2009

Pulswärmer und Musik | Pulsewarmers and music


Es ist immer noch soooo ungewöhnlich kalt hier am Meer, dass ich mich entschlossen habe, durch Maaria inspiriert, Pulswärmer zu stricken. Das ist bislang die Länge des Videos "Und täglich grüßt das Murmeltier". Amazon hat uns gestern für die weiteren Reihen Kleinohrhasen geliefert.
Mir tun die armen Leute leid, die hier immer noch in rustikalen Cottages aus Stein wohnen, nur mit einer oder zwei Feuerstellen, sie werden es wohl kaum über 10 Grad in ihrer Behausung haben. Hier ist auch noch ein Kunstwerk von Ben, das aus essbaren Mais(verpackungs)Chips besteht (mit Lebensmittelfarbe gefärbt), es wird einfach mit etwas Spucke zusammengebaut. Und es zeigt, das sieht doch jeder, seine Musik-Band: er am Schlagzeug und sein Bruder sowie dessen Freund spielen die Gitarre. Und klar, die Grünen da hinten, das sind die zahlreichen Zuschauer.


It is still so awfully cold down here at the sea that I finally decided to knit pulsewarmers, as I was inspired by the much lovelier model from Maaria. The lovely piece of art was made by our little son. It shows, as you can see, his band: himself at the drums, his brother and his friend at the guitar and the green folk behind the scene are the spectators (of course)! It is made of recyclable cornstarch-chips which are coloured with food colouring (you could even eat them), they stick together just by a droplet of saliva!

Montag, 2. Februar 2009

Groundhog Day


Heute ist der Tag des Murmeltiers - Groundhog Day. Jedes Jahr findet im putzigen Ort Punxsutawney eine tagelange Feier statt, deren Höhepunkt das Aufwecken des Murmeltieres Punxsutawney Phil ist. Wenn das müde Tierchen einen Schatten wirft, sind damit sechs weitere Wochen (strengsten) Winters vorausgesagt. Heute war der Schatten da! Vielleicht nur viel Winter für die USA? Jedenfalls bekamen die Kinder der Grundschule heute einen für Deutsche lustig klingenden Zettel mit nach Hause. Man solle morgen früh genau darauf achten, ob die drei Lehrerinnen auch vor Ort seien, da der schlimme Blizzard, der gestern und heute London lahm legte, sich in unsere Richtung bewegt. Wenn als nur eine Lehrerin anwesend sei, falle also die Schule morgen aus. Mal schaun! Unser Internetzugang wird somit wohl auf alle Fälle außer Gefecht gesetzt werden! Übrigens: Wer den Film "Und täglich grüßt das Murmeltier" (Original: Groundhog Day) mit Bill Murray und Andi MacDowell noch nicht kennt, sollte ihn sich mal zu Gemüte führen. Man kann sich kaputt lachen! Und lachen ist gut für das Immunssystem! Auf dem Bild standen einst meine Aroma-Kolleginnen Sigrun und Anja sowie ich zwischen Meer und unserem Haus und man sah kaum 30m weit. Vielleicht wird man morgen dankbar für diese Sichtweite sein!
Today is Groundhog Day in the USA, Phil foresaid six more weeks of winter! More at the official website of Punxsutawney Phil.

Pflege für Möbelpacker | Heavy duty cosmetic


Am Wochenende haben wir ein lang anstehendes Projekt angepackt: drei im Haus verstreute, jeweils ungünstig stehende Kleiderschränke in einem Raum zu einer Schrankwand zu vereinen. Was hinter und neben und auch in den Schränken bei der hier meistens mindestens 70 Prozent herrschenden Luftfeuchtigkeit abgeht, schildere ich lieber nicht. Mal abgesehen von den Gerüchen. Ich habe also quadratmeterweise Schrankwände und Bretter geputzt und alle Fugen sowie die Bretter aus Holz (nicht die überlebenden die Ikea-Pressspan-Lieblinge aus den 80-er Jahren) mit einem hochkonzentrierten Anti-Motten-Antischimmelspray besprüht: 20 ml Atlaszeder, 20 ml Lavandin und 5 ml Patchouli in 97 ml Isopropylalkohol verschüttelt und diese Menge auch tatsächlich verbraucht. Einen trockenen Staublappen habe ich noch mit etlichen Tropfen Ylang Ylang imprägniert und alles übergewischt. Und nun fühlen sich meine Hände wie Reibeisen an (obwohl wir außer einem Bio-Essigreiniger fast nichts Scharfes nehmen) und meine Fingernägel jammern. Also musste wieder mein ganz schnell gemachtes Nagelöl her: In ein dafür vorgesehenes Fläschchen gebe ich kalt gepresstes Avocadoöl (dringt besonders gut ein und pflegt umwerfend) und reichere es mit je einem Tropfen Rosen-Attar, Vetiver und Zitronenschalen-Öl. Duftet prima und tut gut! Die Hände werden natürlich mit meiner altbewährten Sheabutter-Salbe verwöhnt.

We did what we wanted to do for ages: reunite three wardrobes which were spread around our place. I won't tell what's happening in all those dark corners behind if the minimum humidity of the air is around 70 percent constantly... so after cleaning for hours my hands and my fingernail look and feel awful and I remebered my good old nail-strengthening oil, which is made in a few seconds: fill the jar with cold pressed avocado oil and add 1 drop of rose-attar, vetiver and lemon oil each. That's it!