Dienstag, 12. August 2014

wilde ausblicke, einsame strecken, zugebaute ecken | glimpses of ireland


Wenn ich mir die letzten Einträge so anschaue, sieht es fast so aus, als hätte ich dauernd Urlaub oder wäre zumindest auf Vergnügungsreise. Dem war nicht so, im Gegenteil, es war bislang ein ungewöhnlich anstrengendes Jahr. | If I look at my past posts it seems like I'm constantly on holidays or at least on leisure time. But it was the opposite, there was more to do than ever and a wave of bad luck had stricken – but now it seems to become slightly calmer.


Doch Vergnügen muss freilich auch mal sein und so nahmen wir unseren Jahresurlaub, statt der üblichen 2 oder 3 Tage gönnten wir uns sogar vier Tage! | So we allowed ourselves a few days off, instead of 2 oder 3 days we left for four entire days!


Nachdem unser Wohnort und auch unser Arbeitsort befördert wurde – wir befinden uns nun am Wild Atlantic Way, der als die längste Küstenstraße der Welt gilt (2900 fast zusammen hängende Kilometer über [noch] Sträßchen mit traumhaften Meeresausblicken) – mussten wir auf Entdeckungstour gehen. | As our home and our guest house are now situated at the newest marketing trick called Wild Atlantic Way we went further North to see some more of the 'longest coast road in the world'.


Unsere Gegend kennen wir ja schließlich in und auswändig, fahren wir ja jedes Jahr Dutzende von Malen mit unseren Wandergruppen- und Aromatherapiekursen-Gästen diese schöne Region rund um Bantry-Glengarriff-Kenmare-Castletown Berehaven ab. | We know our region by heart but there are so many other lovely places to discover.


Nun hieß es also den Westen und Nordwesten mal wieder besuchen und so führten uns die vielen neuen Straßenzeichen zum Loop Head im County Clare und bis nach Sligo hoch, um mal wieder Wirkungsstätten von einem unserer Lieblingsdichter William Butler Yeats zu besichtigen. | So we went to Loop Head in County Clare and further up to Sligo to see some places where one of our favorite poets William Butler Yeats lived at times and where his mortal remains are buried.


Wir besuchten auch mal wieder eine der eigenartigsten Landschaften in Europa, den Burren, soweit das Auge blickt bizarre hellgraue Steinformationen. | We went to see one of the most strange landscapes in Europe: the Burren.


Mittendrin ein prähistorisches Dolmen-Grab. | There is the famous Dolmen tomb Poulnabrone from the Neolithic period. 


Ein wundervolles Arboretum rund um Tullynally Castle, in dem ein bekannter Baum-Buch-Autor Sir Thomas Pakenham, der 2006 das Arboretum unseres Gästehauses Ardnagashel House besichtigt hatte, residiert, stand auch auf dem Plan. | We went to see the arboretum (collection of rare trees) and park of a famous author of some books about remarkable trees Sir Thomas Pakenham who came to see the arboretum around our guesthouse Ardnagashel House in 2006.


Nach einer Primitiv-Übernachtung in einem Bed and Breakfast, wo wir uns nicht ganz sicher waren, ob wir die ersten in der interessant aussehenden Bettwäsche waren, gönnten wir uns die dritte und letzte Übernachtung im traumhaften, mehrfach prämiierten Bed and Breakfast Lough Bishop House, das sich inmitten einer wunderschönen Bio-Farm befindet. Das Frühstück war dementsprechend frisch, lecker und fast komplett aus eigenen Lebensmitteln bestückt. | After having spent a night in a B&B where we weren't sure whether we were the first to use the strange looking bed linen we went to the most impressive Bed and Breakfast Lough Bishop House surrounded by  an organic farm - the breakfast was truly wonderful.


Dieser Sommer ist nach wie vor insgesamt wunderschön, teilweise fast zu schwül-warm und wie wir heute vernahmen an einem Ort so trocken, dass ein Bed & Breakfast, das wir für Gäste reserviert hatten, zumachen muss: Es nicht mehr ausreichend Wasser vorhanden, zu wenig Regenfälle. Schon eigenartig, im Land des angeblichen Dauerregens sowas erleben zu müssen. | The summer of 2014 has been magnificent so far, for some people though much too dry: Today we got a cancellation from a B&B where we had booked for somebody. Because there isn't enough water due to not enough rainfall. Hard to believe.


Nun geht es an die Planung des nächstes Jahres, das uns hoffentlich wieder interessante Gäste bescheren wird. Wir werden in ein anderes – noch schöneres – Gästehaus umziehen und wir basteln derzeit an neuen Aromatherapie-Kursthemen und neuen Wanderwegen sowie Gartenbesichtigungs-Touren. So muss ich auch den Titel dieses Blogs mal wieder renovieren. | Now we are back to work and preparing a move to a new guest house.

Samstag, 5. Juli 2014

far from home and looking back


Nach etlichen Wochen (Monaten) mit unbeschreiblichem Stress, viel Pech und diversen Pannen, musste ich mal raus, auch wenn bei uns im Gästehaus Hochsaison herrscht (doch einzelne "gute Geister" gönnen mir die Erholung). Nur zwei Stunden von zu Hause entfernt tauche ich in eine andere Welt – bevor es mit Volldampf wieder weiter gehen wird, etliche Veränderungen stehen an. | I just took a tiny break from a result of a few extremely exhausting weeks and flew two hours southwards from us.


So mache ich für ein paar Tage so sinnfreie Dinge wie Strandgut sammeln, macht richtig Spaß und räumt die Seele auf. Mit unseren zwei nervig-stotternden Internetleitungen ist mir zudem die Lust am Bloggen fast vergangen. | By collecting shells and other stuff I try to relax my busy mind and body.


Auch das Belauschen des Klapperns dieser anmutigen Gesellen – die hier so ziemlich jeden Turm bewohnen – trägt zum Entspannungsfaktor bei. | And by listening to those nice fellas.


Ich weiß nicht mehr, wann wir das letzte Mal diesen Herren bzw. die entsprechende Versicherung in Anspruch genommen hatten – nun mussten er und noch ein Autoservice viermal in kürzester Zeit anrücken. Von Plötzlich-nicht-mehr-Schalten-Können bis zu Toastgeruch mit Rauchentwickung und Scherben gab es reichlich Abwechslung im Programm. | One of the many desasters which happened over the past months after my return from Japan.


Es gab freilich auch viele Lichtblicke in den vergangenen Wochen wie beispielsweise einige Aromatherapie-Gruppen durch die schönsten Orte unserer Heimat zu führen und wundervolle Erlebnisse mit all diesen hoch-motivierten Menschen zu teilen. | But there is always light at the end of the tunnel, isn't it? I guided many groups and many highly interested people to the most fascinating place around our place in Ireland.


Auch der Schwerpunkt "Irland" in einer bekannten Wohnzeitschrift samt Empfehlung des Buches und der Irland-Wandern-Website meines Mannes zählte dazu. | We were mentioned in a well known magazine in Germany.


Ich habe gelernt, dass 'Seaspaghetti' (Riementang, Himanthalia elongata) nicht fischig-algig schmeckt, sondern richtig lecker fast nach gesalzenem Spargel – und dass er vor der Haustür wächst (aber etwas versteckter als die immer gut sichtbaren Tang-Arten, die mir gut vertraut sind). | I learnt that sea spaghetti tastes really nice, not fishy and that it grows right in front of our house.


Abends kommen immer wieder zwei bis acht Schwäne zu Besuch vorm Gästehaus. | We are often visited by two or even up to eight swans.


Im Mai habe mir endlich mal den lang anstehenden Besuch bei der Herstellung des "Wasser des Lebens" genehmigt – nichts anderes bedeutet das irische Wort "Whiskey" (uisce beatha). Und eine riesige Destillationsblase angeschaut, das hat ja sehr direkt mit meinem Beruf zu tun! | I finally went to the Jameson Destillery near Cork and have been enjoying the 'water of life' (that's what the word 'whiskey' means in Irish – uisce beatha) since.


Eine meiner "Pleiten" führte im April dazu, dass ich eine ewig nicht mehr gesehene ganz liebe Freundin im Chiemgau "wieder fand". | I found a dear 'old' friend because somebody else let me down and I suddenly had spare time on a trip to Germany and Austria.


Eine neue kollegiale Freundschaft in Wien wurde mit einem sagenhaft gelungenem Brunch gefeiert. | I met somebody really nice in Vienna and we celebrated with the most gorgeous brunch ever.


Im März erfüllte sich ein lang gehegter Wunsch: Endlich, wenn auch noch etwas zu frühzeitig im Frühling, war ein Besuch im berühmten und besonderen Baummuseum von Enzo Enea in der Nähe von Zürich (Jona bei Rapperswil). Dafür ganz herzlichen Dank ans "Cousinchen". Und damit habe ich den für mich wichtigen Rückblick auf eine turbulente Zeit nach der Japan-Reise fest gehalten. Ich "blättere" so gerne in diesem virtuellen Fotoalbum meines Lebens, so dass mir die schönen Dinge der letzten Wochen auf gar keinen Fall entgleiten dürfen. | Many times I tried to go to the exceptional museum of tree of landscape designer Enzo Enea in Switzerland. In March it finally happened. 
Now I posted a few highlights which happened during some really dark times so my virtual diary is kept updated – I really love to browse in all of my old travels, experiences and findings from time to time. 

Samstag, 15. März 2014

very far from home


Schlaflos in Tokyo, es ist Mitternacht, ich müsste endlich schlafen, um morgen auf der riesigen Aromatherapie-Konferenz eine ausgeschlafene Rede zu halten, doch nach ich-weiß-nicht-wie-vielen Tees – und nach 11 Stunden Flug bei 9 Stunden Zeitunterschied – bin ich leider putzmunter. Zum Tag der Puppen oder eher dem Mädchentag, Hina-Matsuri, sah ich noch traumhafte Dekorationen (er wird traditionell am 3. März gefeiert, die Jungen werden im Mai gefeiert). | I am sleepless in Tokio but I have to go to sleep now (9 hours of time shift) so I just show some impressions from my second day in Japan, it is really awesome!


Die traditionelle japanische Teezeremonie (mit zweimal kostbarstem Matcha-Tee) ist fremdartig, still, konzentriert, ehrenvoll und genauso faszinierend wie die japanischen Mahlzeiten: kunstvoll zubereitet, vielfältig aufgetischt, kein westliches Besteck (Suppe wird aus der Schale getrunken oder geschlürft), angereichert mit Dingen die man allenfalls als Medizin kennt (Pestwurz-Gemüse, Farnwurzel-Pudding, Chrysanthemenblätter, allerlei Algen-Zubereitungen, lecker-würziges Sancho-Kraut, ein Mix aus Pfeffer-, Zitronen - und Meeretichgeschmack). Kunsterlebnisse für den Gaumen!


Interessante Nachtische und Süßigkeiten wie dieses Teil aus dunklen und hellen Bohnen, es wird mit einem Litsea-Holz-Stäbchen gegessen (das gab's zum mega-starken, ja fast dicken Matcha-Tee).


Wie zu Hause in Irland blühen buchstäblich überall Kamelien (eine der wenigen japanischen Vokabeln die ich mitgebracht habe: Tsubaki), auch mitten im Herz von Tokyo an Straßenrändern, winzigen grünen Ecken, beim Kaiserpalast.


Dazu, wie sollte es andres sein als Nähliesel, traumhafte Seidenstücke aus alten Kimonos, teilweise 70 Jahre und älter – wie dieser mehr als drei Meter lange und mehr als einen halben Meter breite Kimono-Gürtel, teilweise gekauft, teilweise geschenkt (gell, liebe Bastelfee, ein Traum!).


Leider doofes Licht zum knipsen oder besser: Gar kein Tageslicht im Hotelzimmer, alles elektronisch und elektrisch betrieben, inklusive der beleuchteten und beheizten Klobrille mit diversen anderen Fähigkeiten (ist fast überall üblich). Jedenfalls zeigen diese traditionellen Stoffe die hier wichtige Blüten der Chrysantheme (blau oben links und braun unten links), stilisierte Leinblüten (Leinen, braun rechts mit Signatur des Handdruckers, der mit Schichten von Reispapier und Klebe, welche wie beim Batiken den Stoff weiß belässt, arbeitete), Ahornblätter (blau unten rechts) und eine stilisierte Muschel, deren tiefe Bedeutung mir bei der Informationsflut abhanden gekommen ist, ich muss nochmals fragen, mich begleitet die tolle Übersetzerin meines Fachbuches.


Und nun werde ich mein Schlaf-Programm aktivieren, mit Getreidespelzen-Kissen (und Bastelfees Lavendelhörnchen), dazu langsame Licht-Dimmung, beruhigende Klangkulisse, Fußvibrationen unter der Matratze und in wenigen Stunden dann hoffentlich das umgekehrte Programm, nur etwas peppiger. (Der Elektrosmog lässt grüßen – vielleicht löscht er die Radioaktivität, die hier kein Problem zu sein scheint!)

Montag, 10. März 2014

baa baa black sheep


Der Frühling ist schon fortgeschritten, wenn nicht nur die pinkfarbenen Kamelien blühen, sondern die tief blutroten und auch die weißen Edel-Blüten dieses japanischen Teegewächses dazu kommen. | Spring is quite advanced if the white camellias start to open their magnificent blooms. I love the different shapes and colours of this Japanese shrub of the tea family.


Und wenn auf den Wiesen unserer Nachbarn überall die Lämmlein blöken und hüpfen. Schade, dass viele von ihnen bald in der Pfanne landen werden, sie sind sowas von niedlich. Manche sind ganz schwarz, manche schwarz-weiß und die Mehrheit fast nur weiß. Ja, es ist Frühling und ich schwinge mich übermorgen auf "den Sattel", also ins Flugzeug, um 11 Stunden zu fliegen und 9 Stunden Zeitverschiebung durchzustehen. Ein Vortrag in Tokyo ist vor einer riesigen Aromatherapie-Konferenz zu halten. Und wenn ich schon mal dort bin, gilt es noch einen Schnelltrip nach Kyoto zu unternehmen. Zum Glück wird mich die Übersetzerin meines ersten Buches begleiten. Ich darf gespannt sein – war ich doch noch NIE in Asien. | And if many lambs hop around the meadows of some of our neighbours. What a shame that many of them will be cooked and eaten in a few weeks time. I am preparing for an eleven-hous-flight with nine hours of time difference as I'm going to hold a lecture at a major Japanese aromatherapy conference in Tokyo. Despite knowing so many places around the globe I've never been in Asia.

Sonntag, 2. März 2014

frühlingsfreuden | the joy of an early spring


Mein armes virtuelles Tagebuch muss ganz eifersüchtig auf Facebook sein. Seit ich dort die Essbare-Kosmetik-Herstellen-Gruppe betreue, kommt es zu kurz (auf dem Foto befinden sich einfach herzustellende Körperbutter-Marmorküchleins). | My poor virtual diary mus be jealous since I opened a Facebook group about home made and edible cosmetic (here you see bodymelts for dry winter's skin)


Was hätte ich auch erzählen können? Dass ich an den Tagen und Abenden nach Sturm Darwin ohne Strom, Wasser, Heizung und Internet ganz viel gestopft und repariert habe? Und eine rosa Babymütze für eine kleine neue Erdenbürgerin gestrickt habe? Und zwischendrin oft spazieren gegangen bin und im Garten gewühlt habe? Kaum erkennbar auf dem Foto ist unser Gäste- und Seminarhaus und der Beweis, dass wir uns nicht nördlicher als in Dortmund bewegen. | But what should I've told you? That I was darning and mending on all those days and night after storm Darwin took electricity, water, internet, heating from us? And I walked and weeded a lot (in the park of our guest house the at the arrow and in our private garden).


Dass es zu oft regnet und die Erde sowas von aufgeweicht ist, und so die Mauselöcher anscheinend überall geflutet oder zusammengebrochen sind? Wir haben jedenfalls noch nie soviele Geschenke von Lance, unserem kleinen Kater erhalten. | Should I tell that the ground is so soaked that obviously most mice lost their homes. Our cat never brought so many gifts...


Dass uns die Kamelienblüte vor der Haustür seit dem 17. Februar beglückt? Und auch an den Straßenrändern und Vorgärten von anderen Menschen. Nun ist die "Schonzeit" bald vorbei, die Reisesaison beginnt und es dauert auch nicht mehr lange, bis wir wieder Gästegruppen im Gästehaus begrüßen werden. | Should I show all those beautiful camelias which are in flower since the end of January. The one in front of our house usually is a bit slow but it started blooming by mid February and will be a delight for the weeks to come.

Samstag, 25. Januar 2014

1€-shabby-schätzchen | 1€-shabby-treasures


Mein Lieblings-Charity-Shop hat derzeit eine Verbilligungsaktion. Ich plane, das etwas schäbige aber jasminumrankte (und im April-Juni duftende) Gewächshaus unseres Gästehauses, das ich sowieso nicht für Pflanzen nutze, zu einem Shabby-chic-Plätzchen zu gestalten. So passte es gut, dass ich einige Schätze zu je einem Euro ergattern konnte. Es soll eine Art Tagesbett hinein, für das ich bereits Matrazen habe und nun kam eine etwas rüschige Tagesdecke für 1 Euro ins Haus. Dazu zwei weiße Leinentischdecken (mit jeweils einem Fleck) für je 1 Euro, die ich zu Kissen verarbeiten werde. Auch dasTeekännchen für einige Blümchen und zwei Perlenkettchen kosteten jeweils einen Euro. Nur die Kuchengabel war richtig teuer, 2 Euro. Wie immer werden die Einnahmen des charmanten Lädchens wohltätigen lokalen Zwecken zugeführt. | Our local charity shop had a half-price sale week: I found some cute things for a shabby project I am dreaming of. The glass house behind our guesthouse isn't used for plants. But it is charmingly overgrown by jasmin which makes the place wonderful from April to June. I am planning a kind of a day bed and found a ruffled quilt for it (1 Euro). And a little table for which i could use the teapot (maybe with some flowers). Two table cloths of real linen were 1 Euro each so were the two strings of "pearls". Just the cake server was really expensive, it cost 2 Euros.
Die Facebook-Seite über Essbare Kosmetik-Selbermachen ist inzwischen eine richtige Gruppe von mehr als 600 Mitgliedern, viele machen aktiv mit und es gibt bereits eine stattliche Sammlung von Rezepturen und Fotos. | The new Facebook-Project about edible and self made body care is a group of more than 600 members now - many of them quite active.

Mittwoch, 15. Januar 2014

plötzlich neues jahr | suddenly new year


Die vier oder fünf oder sechs schweren Winterstürme haben uns reichlich zugesetzt, zumindest haben uns zwei der Unwetter erheblichen Schaden zugefügt. Das beschädigte Auto (durch ein schraubenbewaffnetes herum fliegendes Brett) war noch das kleinere Übel. Dafür habe ich endlich mal wieder etwas richtig Tolles gestrickt.
Und maschinengefilzt. Bin ganz stolz, ich habe noch nie eine einzige Socke zustande gebracht und dann gleich Hausschuhe für den Sohnemann. Sie haben ihm sogar richtig gut gefallen und halten extrem warm. Sind zwar etwas zu puschelig geworden (die Wolle war glatt) aber egal, erhöht nur den Wärmefaktor. | The four or five or six really bad winter storms caused a lot of hazzle for us. The damaged car was the least problem unfortunately. But I finally did some crafting: really warm woolen slippers for our eldest son, he really loves them. They were felted in the washing machine (first size 15 – looking like submarines– and then shrunken to size 9).


Wie gewohnt gibt es bei uns Anfang Januar Froschlaich im Teich. Von mir aus kann der Frühling kommen. Bin gespannt, ob der bislang milde Winter wieder mit Kamelienblüten Ende Januar aufwarten wird. Wer auf Facebook ist und sich für supernatürliche Körperpflege interessiert, kann man bei Essbare Kosmetik dort vorbeischauen, ich möchte helfen, dass mehr Menschen sich von den Giftcocktails der Großkonzerne befreien (Plastikkügelchen, hormonverändernde Stoffe, alzheimerförderndes Aluminium kann ganz leicht und billig durch wenige Naturmittel ersetzt werden. | As usual in early February the frogs are to be heard in our garden. I wonder whether the mild winter will bring us camellias full of blooms in two weeks time (very often one of our shrubs flowers around my mom's birthday by the end of the month). I opened a (German language) page about easy to make all natural body care products on Facebook – if you'd like to have a look feel free!


Mittwoch, 18. Dezember 2013

geschenkideen | hand made presents

Vor einiger Zeit bekamen viele "Basteltanten" schockierende und nicht nachvollziehbare Abmahnungen, weil sie die Pfötchenabdrucke ihrer Katzen und Hunde stickten, nähten, druckten oder sonstwie auf ihren liebevoll hergestellten Textilien dekorativ einsetzten. | Some time ago a world famous company selling outdoor textiles took legal action against dozens of ladies who embroidered, printed, sewed their pets paw prints onto their self made textiles.


Seitdem bekomme ich immer eine Übelkeitsattacke, wenn ich die Jacken, Schuhe und andere Outdoorklamotten eines bekannten Herstellers sehe, der es für nötig hielt, den betroffenen Handarbeitsfans, mit seinem Pfoten-Verbot 700 Euro und mehr aus der Tasche zu ziehen. Es dürfen also keine Pfötchen mehr verwendet werden, das Copyright gehört dieser Textilfirma. | Since that scandal I feel unwell when I see the company's logo on rain jackets etc. Those crafters had to pay 700 Euro or more for committing a "copyright crime". A huge wave of solidarity took action many people stopped buying the clothes of the manufacturer with such an imperialistic attitude.


Isabel von Dreikäsehoch hat die Einschränkung geistiger Freiheit kreativ umgesetzt und ein hübsches T-Shirt draus gebastelt. Ich fand diese Idee so witzig, dass ich auf Facebook mein Gefallen daran äußerte und einige Zeit später brachte der Briefträger mit dieses nette Weihnachtsgeschenk. Es ist wunderbar weich und von einer hervorragenden Qualität. Wer also noch eine lustige Idee für einen Outdoor-Muffel (oder andere wundervolle und liebevoll handgenähte Geschenke) sucht: hier kann sie bestellt werden. | Isabel from Austria played with the company's name and printed a t-shirt which can be bought, it says something like 'Jack the wolf is gone" and in German it sounds a bit like the company's name.

Montag, 9. Dezember 2013

vom süd- zum nordatlantik | journey around the world

Tibouchina mutabilis
Nun bin ich wieder zurück in Good Old Ireland. Die Wochen mit meinem Vater und meinen Brüdern waren gleichzeitig schön, traurig und verstörend. Die letzten zwei Jahre brachten mehrere plötzliche Todesfälle mit sich, ausgelöst durch triviale Stürze oder sonstige leicht unachtsame Handlungen. Unser Leben - immer hängt es irgendwie am seidenen Faden - nur wir bemerken es nicht. | I am back from Brazil, having travelled thousands of miles and now enduring a fall vom 35 degrees C (95 F) to 10 degrees C (50 F). I share a few more beauties growing along the streets of Curitiba, Brazil.

Araucaria angustifolia (Affenschwanzbaum; Monkeypuzzle Tree 
Da einige LeserInnen so beglückt von der Blütenpracht Süd-Brasiliens waren, werde ich noch ein paar kunterbunte Sichtungen zeigen, auch für mich als süße Erinnerung. So wie die schön lila blühenden Tibouchinas das Stadtbild von Curitiba prägen, so sind es auch die Pinheiros (Schirm-Araukarien oder Affenschwanzbäume), die das Wappen des Staates Paraná, dessen Hauptstadt Curitiba ist, zieren.

Erythrina falcata (Brasilianischer Korallenbaum; Brazilian Coral Tree)
Ganz und gar nicht unauffällig ist dieser große Baum an der Ecke des Supermarktes, den ich alle paar Tage aufsuchte. Er ist zu groß, als dass ich seine witzigen Blüten fotografieren konnte.


Nachdem mein unauffälliger Gammel-Look dazu führte, dass ich zweimal wie ein Dienstmädchen angesprochen wurde, als Leute nach dem Weg suchten, bewegte ich mich mutiger mit meiner guten Kamera in dieser ach so überfallträchtigen Großstadt. So musste ich diese wuchernde Rankenpflanze. deren Name mir entfallen ist, ganz genau unter die Lupe/Linse nehmen.


Ich bückte mich ausgiebig, um diese schön gezeichnete Iris-Art zu studieren.


Auch diese ganz niedrigen Lilien, die in vielen Rasenflächen wuchern, fanden meinen Gefallen.


Ob das auch eine Iris-Art ist? Diese hübschen Blüten sitzen in grasähnliche Horsten und sind einen knappen Meter hoch.


Es ist nicht einfach, nun von 35 Grad auf 10 Grad umzuschalten, ich bin ja nur froh, dass es hier in Irland nicht so kalt wie in Deutschland ist, der Zwischenstopp in Krefeld und Köln bei 2 Grad war mangels Wintermantel nur mit vier Schichten Pullovern und Jäckchen auszuhalten.