Freitag, 12. November 2010

stürmisch | stormy


In stürmischer, teils schlafloser Nacht habe ich das dritte, wunderschöne Buch von Kate Mosse zu Ende gelesen: Winter Geister. Obwohl es nicht so atemberaubend spannend wie ihre beiden anderen Werke ist, bietet es frankophilen Lesern eine stille, etwas melancholische (Liebes)Geschichte über das verfolgte Volk Okzitaniens (rund um Carcassone und Toulouse, wo ich vor Ewigkeiten zu einem Schüleraustausch die Magie dieser Landschaft aufsaugen konnte): 1933 reist der junge Frederick Watson ins französische Toulouse. Dort sucht er einen Antiquar auf, der die alte Sprache des Südens beherrscht: Okzitanisch. Denn in Fredericks Besitz befindet sich ein alter, geradezu antiker Brief, der in Okzitanisch verfasst ist. Seit fünf Jahren trägt Frederick diesen Brief mit sich herum, seit er in einem kleinen Dorf die geheimnisvolle Fabrissa kennengelernt hatte. Vom ersten Augenblick an schien zwischen ihnen etwas Besonderes zu sein doch dann war sie plötzlich verschwunden. Niemand konnte sich an Fabrissa erinnern, und bei der Suche nach ihr war Frederick nur auf diesen uralten Brief gestoßen, der eindeutig für ihn bestimmt war ...
In meiner englischen Ausgabe ist der Einband viel schöner, bläulich glitzernde Eiskristalle sind aufgedruckt.
| In a very stormy and quite sleepless night I finished the third time-slip novel from Kate Mosse The Winter Ghosts. It is not a mystery thriller like her famous Labyrinth and Sepulchre but nevertheless I liked it. Her three books are all about the ancient mysteries of the Cathars in Southern France.


In Die achte Karte geht es ultraspannend und mystisch her: Die junge Meredith forscht für ihr Buch nach dem Leben des Musikers Debussys. In Paris stößt sie auf ein unvollständiges Set Tarotkarten aus vergangener Zeit:  die Liebenden, die Kraft, der Teufel und die Gerechtigkeit, auf der ein Mädchen abgebildet ist, das ihre eigenen Gesichtszüge trägt. Durch diesen Zufall verwirrt, begibt sie sich auf die Suche nach dem Ursprung der Karten, die auch etwas mit dem Leben des Musikers zusammenhängen. Bei ihren Recherchen taucht immer wieder der Name einer jungen Frau auf: Léonie Vernier, die Zeichnerin der Karten, die mit ihren Tarot-Bildern die Geschichte ihres Bruders Anatole und seiner großen Liebe erzählt. Hundert Jahre später droht sich eine tragische Vergangenheit zu wiederholen. Das verlorene Labyrinth, (leider im Deutschen so ein richtig missratener Einband) hatte ich vor längerer Zeit auch in einem Rutsch verschlungen: Im Juli 2005 entdeckt Archäologin Dr. Alice Tanner bei Ausgrabungen in Südfrankreich einen versteckten Höhleneingang. Sie findet zwei Skelette und einen Ring mit eingraviertem Labyrinth. Einige Kilometer weiter in Carcasonne spricht  ein alter Mann von der Lösung eines uralten Rätsels. Diese führt zu einem geheimen Tunnelsystem unter den Gassen der mittelalterlichen Stadt Chartres. In einem unheimlichen Ritual rollt ein Stein mit eingraviertem Labyrinth zu Boden. Alice wird durch Raum und Zeit geschleudert, sie landet im Carcassona im Jahr 1209.

Kommentare:

Rostrose hat gesagt…

Danke für die Buchtipps - das alles klingt ja richtig geheimnisvoll!
Alles Liebe,
die eben wieder heimgekehrte Traude

Regina P. hat gesagt…

klingt ja wirklich spannend, vielen Dank für die Tipps und
schönes Wochenende
Regina

Elbkiesel und Flussperlen hat gesagt…

Liebe Eliane, ja die Sturmnacht haben wir hier auch gut überstanden. Es ist immer eine besondere Atmosphäre, wenn es um die Hausecken pfeift und man selbst kuschelig unter der Decke liegt. Manchmal auch mit Buch :-)
Mein Bücherregal wurde soeben umgeräumt und erweitert, damit wenigstens einige der quer liegenden Exemplare einen ordentlichen Stellplatz erhalten können.
GLG und einen wundervollen Sonntagnachmittag! A.

cmorgenstern hat gesagt…

Vielen Dank, liebe Eliane, für die buchtips. Bin gerade auf der Suche nach etwas richtig schön Spannenden und da kommst du gerade recht. Fahre Samstag nach London und werde mir die Bücher in Englisch besorgen. Viele Grüße aus dem momentan sehr sonnigen und warmen Deutschland
Christa