Samstag, 18. Dezember 2010

weiße decke über irland | white blanket over ireland


Nun hat es unsere golfstromverwöhnte Region auch erwischt. | Now even the region which is (was) pampered by the warm Gulf Stream is covered with white.


Ein Anblick, den wir noch nie hatten: Unser Bürohüttchen liegt wie ein Lebkuchenhäuschen unter Zuckerguss verhüllt. | Our outbuilding looks like a sweet gingerbread house.


Das Meer sieht richtig schick und festlich aus. | The harbour looks really festive in elegant colours.


Unsere Lieblingsinsel Garinish Island liegt im weißen Nebel. | Our favourite subtropical garden on Garinish Island is covered with fog and snow.


Die Hanfpalmen im Bamboo Park sind sicherlich froh, dass sie einen so pelzigen Mantel tragen. KursteilnehmerInnen waren im Sommer erstaunt, wie sich dieser Baum vor Kälte schützt. | Last summer I had explained to my students that the Windmill palm tree (Trachycarpus) wears a thick coat to protect itself agains frost. Well, this winter it really needs that protection.


Ob die kleineren Fächerpalmen und die jüngeren Eukalyptusbäume diese erneute Kältewelle überleben werden, wird sich erst in vielen Wochen zeigen. | Whether the younger specimens and also the new eucalyptus trees will survive this frosty period time will tell.


Die italienischen Zypressen bibbern garantiert auch tief in ihrem Innersten. Vielleicht sollten die Eigentümer des Bamboo Park über Eintrittsgeld für Schlittschuhläufer nachdenken. | The owners of the exotic garden Bamboo Park should consider selling tickets for ice skating.


Die bezaubernden Blicke aufs weite Meer von der dortigen Terrasse sind jedenfalls derzeit nicht allzu oft zu genießen. | The lovely views across the bay are hidden.

Ich habe mich derweil in den letzten Tagen in dieser wundervollen Biographie der irischen Mystikerin Lorna Byrne festgelesen: Engel in meinem Haar. Nachdem ich es zwei- oder dreimal in Flughafenbuchhandlungen als mögliche Reiselektüre in der Hand hatte und dann doch nicht gekauft hatte, bekam ich die dringende Empfehlung einer lieben Kollegin (danke Gudrun!) Und promt lag es in unserer Leihbücherei bestens sichtbar aus. Lorna schildert darin ihre bitterarme Kindheit in den späten fünfziger und in den sechziger Jahren am Rande von Dublin. Sie wurde vor allem von ihrer Mutter als geistig behindert abgestempelt, ihr Vater pflegte jedoch ein stilles Band zu ihr. Obwohl er sie auch wunderlich fand, da sie immerzu von unsichtbaren Wesen erzählte, die sie bereits in Babyjahren angelächelt hatte. Ihr Weg war einerseits schwer, andererseits von einem unerschütterlichen Vertrauen und (katholischen) Glauben geprägt. Lange bevor sie heiratete, wurde ihr der Vater ihrer vier Kinder in einer Vision vorgestellt, so erfuhr sie auch gleich, dass sie nicht zusammen alt werden würden und dass sie ihn seine letzten Lebensjahre würde pflegen müssen. Er starb im Jahr 2000. Danach wurde ihr von ihren himmlischen Begleitern aufgetragen, dieses Buch zu schreiben, obwohl sie nur schwerlich des Lesens mächtig war, denn sie musste mit 14 aufgrund ihrer "Behinderung" die Schule verlassen. Neben den stillen Alltags-Beschreibungen einer Arbeiter-Familie in den Prä-Celtic-Tiger-Jahren auf der Grünen Insel (bevor das viele geliehene Geld die Menschen schier verrückt machte), hat mich ihre schlichte und nicht-bekehren-wollende Art zu schreiben gefesselt. Das Buch endet mit dem Tod ihres Mannes und der Zuversicht, dass die Engel sie und ihre vier Kinder unter ihre Fittiche nehmen werden. Kürzlich ist das Folgebuch Himmelspfade erschienen, Lorna hat inzwischen eine Website und eine Facebook-Seite und verdient ihren Lebensunterhalt nicht mehr nur mit kleinen Beratungen, sondern sie geht auch ab und zu auf Vortragsreisen, im Mai wird sie in Hamburg sein.

I spent the last few days reading the biography of the Irish mystic Lorna Bryne: Angels in my Hair. She grew up near Dublin and was considered (and treated) as strongly retarded as she smiled at unseen creatures and spirits. Her mother and grandmother humiliated her quite often, they even forced her to leave school at the age of 14 even if she had no serious problems. She was shown her later husband in a vision and also learnt that they wouldn't grow old together. Both were bitterly poor and had hard times to feed their four children. But her strong faith and the company of different Celestial friends kept her going. Her first book ends with the death of her husband. I will surely read the second part of her authentic biography Stairways to Heaven which was published last February.

Kommentare:

Renate D. hat gesagt…

Ohhhh, wie schön ist Irland im Schneekleid! Die Landschaft wirkt wie verzaubert - und Schnee bedeckte Palmen sind ein ganz ungewöhnlicher Anblick. Sieht aber wunderschön aus!
LG Renate D.

Joyce hat gesagt…

So... beautiful! My husband I went to Ireland to visit family for our honeymoon, shy of a fews days 20 years ago. It is time to make another trip. Simply beautiful. xo

cheeky monkey hat gesagt…

Hallo Eliane,
bei uns sieht es auch so aus, aber ich haette doch gehofft, dass der Schnee nun weg bleibt. Autofahren ist bei den Bedingungen nicht so lustig und mein Schuhwerk ist auch nicht wirklich darauf ausgelegt. Da lobe ich mir den Postboten, der mit Spikes herumspaziert um die ganzen Packete rechtzeitig fuer Weihnachten zuzustellen.

Glg

Heidi hat gesagt…

Das sieht ja traumhaft aus, Eliane. Ich kann mir vorstellen, dass es in Wassernähe dunstig ist. Die Fächerpalme im Schneekleid - wunderschön. Ich hab sie noch sommerlich in Erinnerung. Hoffentlich überstehen die exotischen Pflanze diese Winterzeit.
Bei uns ist auch alles mit einer dicken, weißen Schneedecke überzogen. Wunderschön sieht da aus
LG Heidi

Akaleia hat gesagt…

Das hört sich wirklich sehr interessant an, liebe Elaine, deine Buchvorstellung.
Dass ihr schon wieder "unter einer Schneedecke" liegt ist ja wirklich ungewöhnlich.
Hoffentlich bleibt es nicht so kalt bei Euch! (Denn nicht nur die armen Pflanzen frieren....:o(( )
HG
Birgit

Frauke hat gesagt…

wunderschöne Einblicke auf Irland und Ausblicke über Engel , Danke Frauke

cmorgenstern hat gesagt…

Du hast ja wirklich wunderbare Fotos von eurer "weißen" Insel gemacht. herrlich. Wie in einem Zauberland.
Eine schöne Vorweihnachtszeit wünsche ich dir
Viele Grüße aus dem tiefverschneiten Deutschland.
Christa

Sabine hat gesagt…

Wow schöne Fotos!! Toll wenn man die Orte kennt und sie jetzt bei Schnee sieht!

Ich hoffe nur das die schönen
Pflanzen es überleben werden? Wir durfte Sie ja alle im Sommer bewundern! Etwas ungewöhnlich der Anblick der Palmen unterm Schnee schon.

Heute wird es bei uns ein besonders schöner Tag, es hat endlich nach einer ganzen Woche Schneefall aufgehört, und nun kommt die Sonne zum vorschein :-)))

Schöne Grüße
Sabine

Vicki Lane hat gesagt…

Such beautiful photos! Your world is beautiful~

Regina P. hat gesagt…

wunderschöne Fotos, aber ich hoffe auch daß die schönen Pflanzen das überleben, wäre mehr als schade. Hier in FFM schneit es auch in Massen, es reicht, nur noch Chaos überall. Hoffentlich beruhigt sich das bald.
LG
Regina

Beatrice hat gesagt…

Liebe Eliane
das sieht ja zauberhaft aus, irgendwie so ganz anders als bei uns,obwohl's im Tessin vermutlich im Moment ähnlich aussieht mit verschneiten Palmen.Eurer Zuckerhäuschen ist ja süss, die Temperatur drinnen weniger, vermute ich mal.
Bei mir in der Strasse hat es einige Palmen, aber die werden jeweils sorgfältigst eingepackt bevor der erste Schnee kommt.
Ich habe mir übrigens soeben die Biographie bestellt. Bin gespannt und danke dir für die immer so wertvollen Lesetipps.
Liebe Grüsse aus dem verregneten Basel herzlich Beatrice

bicocacolors hat gesagt…

how wonderful!
I am in love with Ireland, its scenery and its people, had never seen snow!!
I loved the ride, thanks
I wish you all the best for these days!
Merry Christmas and greetings from Spain