Mittwoch, 1. Dezember 2010

pastellig verewigt | pastel for ever


Ich suchte jahrelang nach dem Kästchen, in dem ich meine eigenen Haare aufbewahrt hatte. Dieser Tage fand ich es und machte es vorsichtig und mit Grauen auf, denn ich vermutete fest, dass die Mottenplage der letzten Jahre meinem Haarteil nicht gut getan hat. | For years I have been looking for a tiny box which contained my hairs which were cut when I was 10 years old. By chance I found it at the very back of a cabinet but was reluctant to open it as we had millions of moths over the last years.


Ich war 10 Jahre jung als ich für eine bekannte brasilianische Malerin posierte. Das Kunstwerk sollte ein letztes Mal meine po-langen Haare zeigen, denn es gab jeeeeden Morgen beim kämmen und flechten ein Riesengeschrei. Und eine lange Reise mit meinem Vater stand an, der natürlich nicht flechten konnte/kann. Meine Mutter ließ die lange Strähnen als Haarteil knüpfen und erklärte mir dann: "Wenn du mal alt bist und eine Glatze hast, wirst du dich drüber freuen." Allerdings erfreue ich mich noch einer reichlichen Haarpracht, doch die Farbe ist aschblonder-grauer geworden (das Foto ist wegen des Sonnenuntergangs viel zu rotstichig). Dank eines Lavendelkisschens im Kästchen scheint das Teil unversehrt zu sein. Doch ein kleinwenig Haarausfall hat es schon immer, so traue ich mich nicht, es zu bürsten. | But thanks to a little sachet with lavender it survived in perfect condition. The portrait which was painted by a locally well known artist had to capture my long hair before it was cut to boy's length. My mother was sick of standing my screams when she washed them and the plaiting every morning was a torture too. Besides I was going on a longer trip with my dad and of course he wasn't able to make me piggy tails. My mother had explained after the wig sort of thing was ready that I might need it in later years when I would become bald. My hair still grows extremely well but it changed color slightly though.


Während die Hauptstadt im Schneechaos versinkt und sogar der Flughafen gesperrt wurde, genießen wir hier Abend um Abend die schönsten Sonnenuntergänge. Es herrscht wieder eine Jahrhundertkälte gegen die der Golfstrom nicht ankommt, die armen wirklich armen Leute, sooo viele Häuser haben hier weder Isolierung noch Heizung, nur winzige Feuerstellen. | While most parts of Ireland are buried under snow and the capital is completely out of order (even the international airport is closed at the moment) we have been enjoying those beautiful sunsets for more than a week. I feel sorry with all those many poor people in their old fashined stone cottages, most of them have not proper heating just tiny fireplaces. It is desperately cold and our usually mild Gulf Stream climate is gone.

Kommentare:

Shabby Landhaus hat gesagt…

Hallo Eliane,

ich gehöre auch zu den wenigen,die ihre Haare aufgehoben haben....allerdings sind meine nicht auf einer Spange sondern liegen als Zopf geflochten im Badschrank....und es sind nicht soo viele als daß ich sie im Alter nutzen könnte...hihi

Liebe Grüße aus dem verschneiten Wien!

Sigrid

Renate D. hat gesagt…

Oh Eliane, Du warst eine sehr hübsche 10-jährige! Und bei den langen Haaren fällt mir "Rapunzel" ein.
Liebe Grüße Renate D.

stadtgarten hat gesagt…

Oje, bei der Kälte ohne Heizung, nur mit einer Feuerstelle.... das möchte ich mir gar nicht vorstellen.
Wir haben zwar auch einen Ofen, mit dem wir bei Heizungsausfall die ganze Wohnung heizen könnten, aber zur Zeit sind GG und ich beide ziemlich grippig-kränklich, da wäre allein das Holz holen draußen schon eine Tortur.
Ein sehr hübsches Bild von Dir!
Liebe Grüße und eine schöne Adventszeit, Monika

Elisabeth Firsching hat gesagt…

Wow, du warst ein wunderschönes Mädchen und die Malerin konnte das offensichtlich sehr schön festhalten!
Ich hätte immer so gerne rote Haare gehabt ;-)
Irgendwie schon ungewöhnlich diese Kälte bei euch?! Wünsch euch, dass es bald wieder etwas wärmer wird.
Danke für die Ergänzung im Holunderpost.
Liebe Grüße aus einem Adriatief genährten, tief verschneiten Österreich.
Elisabeth

Vicki Lane hat gesagt…

Beautiful hair -- and alas for the changing climate!

Betty hat gesagt…

Hallo Eliane,

ein Wahnsinnsschatz!
Das Kästchen alleine schon, mit Deinem Bildnis. Und Deine Haare waren eine reine Pracht.

Mit 18 habe ich mir damals meine polangen Haare abgeschnitten, aber leider nicht aufgehoben, sie sind nie wieder so lang geworden, leider, reichen nur bis zur Mitter des Rückens und sind nun auch schön deutlich schütterer, dünner und natürlich auch schon weiß durchsetzt *hihi* Aber egal, ich steh dazu und färbe nicht, das gehört eben zum Leben dazu.

*wink*
Betty

Finally White hat gesagt…

Moin liebe Eliane,

was für ein wunder-wunderhübsches Bild, Du kannst mächtig stolz darauf sein!!! Das ist ja unglaublich, dass Du all die Jahre die Haare aufbewahrt hast und sie immer noch so wundervoll aussehen!

Wir sind inzwischen hier auch völlig eingeschneit, haben allerdings kein Problem mit der Heizung. Ich möchte mir auch nicht vorstellen, wie es wäre zu frieren......

Wünsch Dir noch eine wundervolle Woche!

Ganz liebe Grüße
Birgit

Akaleia hat gesagt…

Was eine zauberhafte Erinnerung, Eliane - meine Mutter (sie ist 85 Jahre) hatte auch in Erinnerung an ihre langen blonden Haare den abgeschnittenen Zopf aufgehoben - wie zart!
Wie dramatisch wieder für die Leute, die der Kälte ausgesetzt sind!
LG
Birgit

Regina P. hat gesagt…

was für eine tolle Idee diese schönen Haare aufzuheben, mit einer solch schönen Farbe. Auch das Bild von Dir wunderschön diese Erinnerung. Ich hatte auch Zöpfe in meiner Kindheit und mir ging es wie Dir, allerdings kam meine Mutter ins Krankenhaus und die Nachbarin konnte keine Zöpfe flechten, somit bekam ich einen Kurzhaarschnitt und leider habe die schönen Haare nicht aufgehoben.
Hier ist es auch bitter kalt, man sagt vor 25 Jahren war es das letzte Mal so früh so kalt, -7 Grad heute. Aber hier haben ja alle Heizung. Wünsche Euch daß es bald wieder wäremer wird und ein schöens Wochenende
Regina